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Selbstmordversuche und Streit an Bord: "Ocean Viking" ruft Notstand aus

Auf dem seit über einer Woche im Mittelmeer fahrenden Rettungsschiff "Ocean Viking" spitzt sich die Lage immer mehr zu. Am Donnerstag wurden zwei Migranten, die mit Selbstmordabsichten über Bord sprangen, gerettet, so "SOS Mediterranee". Die Hilfsorganisation rief den Notstand für ihr Schiff aus. Dieser Schritt sei in der fünfjährigen Geschichte der Organisation einmalig. Es brauche unbedingt einen sicheren Hafen. In der zurückliegenden Woche habe man sieben vergebliche Anfragen an Malta und Italien gestellt. Es habe bereits sechs Selbstmordversuche an Bord gegeben. Die Sicherheit der 180 MigrantInnen auf dem Schiff und der Besatzung sei nicht mehr gewährleistet. Viele der Geretteten seien aufgrund ihrer Notlage und den Erlebnissen in Libyen psychisch erregt oder depressiv. Es gebe Streit, körperliche Auseinandersetzungen und Gewaltandrohungen. Die Ocean Viking war nach der Coronakrise am 22. Juni erstmals wieder von Marseille aus zu einem Einsatz gestartet. Sie erhielt seitdem mehrere Notrufe.

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