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Vertreibung am Bosporus - Flüchtlinge müssen Istanbul verlassen

Abdurrahman und seine Familie sind vor sechs Jahren vor dem Bürgerkrieg aus Syrien geflüchtet. In Istanbul haben sie sich ein neues, sicheres Leben aufgebaut. Sie betreiben ein Restaurant. Aber einige wundern sich, warum sie immer noch hier sind. "Ich habe ein paar Türken zu Syrern sagen hören: "Warum gehst du nicht zurück nach Syrien, um für dein Land zu kämpfen"? Aber sie wissen nichts über Syrien, sie kennen das syrische Regime nicht. Umfragen zufolge wollen die meisten Türken, dass die Syrer in ihre Heimat zurückkehren. Die Wirtschaftskrise hat die Haltung gegenüber den syrischen Flüchtlingen verschärft. Die Ressentiments der türkischen Bürger haben sogar zu Angriffen auf syrische Geschäfte geführt. Die türkische Regierung hat angeordnet, dass Syrer ohne Registrierung Istanbul verlassen müssen. Es gibt Vorwürfe, dass Flüchtlinge nach Syrien zurückgeschickt wurden. Seit die Partei des türkischen Präsidenten Tayyip Erdogan die Bürgermeisterwahl in Istanbul verloren hat, hat sich der Umgang mit den Flüchtlingen geändert. Regierungskritiker sagen, die Syrer werden als Sündenbock missbraucht, so auch Aykan Erdemir, ehemaliger oppositioneller CHP-Abgeordneter: "Ich glaube, die türkische Regierung ist der Ansicht, dass der Stimmenverlust vor allem auf die negativen Reaktionen gegen syrische Flüchtlinge zurückzuführen ist und dass eine Änderung der Politik gegenüber syrischen Flüchtlingen eine schnelle Lösung darstellt". Für Abdurrahman nimmt die Ausweisung der Syrer den traumatisierten Familien die Möglichkeit, sich einfach selbst zu ernähren. "Ein syrischer Flüchtling, der Familie und Kinder hat und aus Istanbul ausgewiesen wird, woran ist er schuld? Er will nur seine Familie unterstützen und ihr helfen".
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