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Brisante Entdeckung: Brot gab es 4.000 Jahre vor dem Ackerbau

Euronews-Logo Euronews 19.07.2018 euronews

© Bereitgestellt von Euronews

Ein paar schwarze Krümel brachten Wissenschaftler und Archäologen auf den Plan: Doch die Entdeckung in einer prähistorischen Ausgrabungsstätte in Jordanien sollen die frühesten bekannten Beweise der Brotherstellung sein.

Man geht davon aus, dass die Abfälle etwa 14.400 Jahre alt sind und damit etwa 4.000 Jahre jünger als die Entstehung der Landwirtschaft. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie, die in der Fachzeitschrift Proceedings of the National Academy of Sciences veröffentlichte wurde.

Die Brotkrümel wurden an der archäologischen Stätte der Schwarzen Wüste im Nordosten Jordaniens entdeckt. Es wird vermutet, dass ein Kamin benutzt wurde, um das Brot zu backen.

Amaia Arranz-Otaegui von der Universität Kopenhagen ist Hauptautorin der Forschung. Im Gespräch mit Euronews sagte sie, die Entdeckung "verändert viele Dinge.... wir glaubten immer, Brot sei kein Produkt von Jägern und Sammlern".

Historiker haben Brot traditionell mit dem Beginn der Landwirtschaft verbunden, wenn Menschen Pflanzen wie Weizen kultivierten und zu Mehl mahlten.

Arranz-Otaegui machte die unerwartete Entdeckung im Labor bei der Untersuchung der Bodenproben. Sie sagt, sie habe die verkohlten Krümel gefunden, habe aber zunächst nicht sagen können, was sie sah. Ihr Kollege sah sich dann die Proben an und sagte: "Es sieht aus wie Brot."

Sie waren beide überrascht, als sie merkten, dass sie Beweise für das älteste Brot der Welt vor sich hatten.


Es wird angenommen, dass das Brot von einer Kultur namens Natufien hergestellt wurde. Die Jäger und Sammler hatten wohl teilweise einen sesshaften, keinen nomadischen Lebensstil.

"Wir wussten bereits, dass die Natufien komplex waren, sie bauten mit Stein und betätigten sich künstlerisch. Un sie produzierten Brot. Sie haben viele Dinge getan, die der Anfang von allem waren", sagte Arranz-Otaegu.

Das Brot glich einem Fladenbrot, ähnlich wie das griechische Pita. Es wurde aus Wildgetreide wie Gerste, Einkorn oder Hafer sowie aus Knollen eines aquatischen Papyrus-Verwandten hergestellt, das zu Mehl gemahlen wurden.

Arranz-Otaegui sagte, dass noch viele Fragen offen sind, zum Beispiel, ob das Brot ein Grundnahrungsmittel oder eine Spezialität war. Sie glaubt selbst an Letzteres.

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Die Forscher haben auch versucht, das Rezept zu rekonstruieren.

"Wir wissen nicht wirklich, wie es geschmeckt hat", aber die Textur war sandig, etwas salzig und ein wenig süß", sagte Arranz-Otaegui.

"Ich denke, das ließe sich auch heute noch essen mit ein wenig Neugier."

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