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Eine schwarze Seuche breitet sich auf der Erde aus - sie macht Wissenschaftlern Angst

Business Insider Deutschland-Logo Business Insider Deutschland 13.02.2018 Business Insider Deutschland

a person standing next to a rock wall: groenland_eis_gletscher_tauwasser © Dan Bach Kristensen/Shutterstock groenland_eis_gletscher_tauwasser

Einst war Grönland nichts als eine weiße Unendlichkeit. Ein strahlend heller Eispanzer, so weit das Auge reichte.

Doch seit einigen Jahren ist ein unheimlicher Wandel im Gange — und er beschleunigt sich immer mehr. Durch die steigenden Temperaturen färbt sich Grönlands Eisdecke schwarz. 

Die kilometerdicke Eisschicht verliert so ein Fünfzehntel seiner Rückstrahlkraft, wie Daten des National Snow and Ice Data Centers in den USA belegen. 

Dass die Eisflächen schwarz werden, kann eine Kettenreaktion auslösen: Je dunkler das Eis, desto mehr Wärme sammelt sich. Anstatt die Sonnenstrahlen zurück ins All zu reflektieren, wird die Energie zum Schmelzen des Eises umgesetzt.

Algen und Kleinstlebewesen beschleunigen den Prozess zusätzlich

Staub und Ruß, die in der Luft liegen, setzen sich auf dem Eis ab und trüben das strahlende Weiß. Zusätzlich färbt auch die Asche der Vulkane aus Island und Alaska das Eis dunkel. Der Forscher Chris Polashenski und seine Kollegen vom Dartmouth College in Wainwright, USA, schreiben in der Fachzeitschrift „Geophysical Research Letters“, dass inzwischen auch die noch nicht verdunkelten Eisflächen viel weniger Licht reflektieren.

Taue der weiße Schnee, lege er älteres Eis frei und dies verdunkle unmerklich die Gletscheroberfläche. Denn altes Eis sei gröber, seine Rückstrahlkraft (die sogenannte Albedo) entsprechend geringer, schreibt Polashenski. Je mehr altes Eis unbedeckt sei, desto schneller erwärme es sich, wodurch das Schmelzen wiederum beschleunigt werde.

Hinzu kommen fatalerweise Algen und Kleinstlebewesen, die im Sommer durch die ungewöhnlich warmen Temperaturen das Eis besiedeln und es zusätzlich verdunkeln. Sie verbreiten sich immer mehr und heizen den Prozess zusätzlich an, wie Wissenschaftler beunruhigt beobachten. 

Der Meeresspiegel steigt immer weiter an 

Wenn das Eis weiterhin viel schneller abtaut, als anfangs angenommen, könnte das fatale Folgen haben. Die in den Grönlandgletschern gespeicherten Wassermassen reichen aus, um — bei vollständigem Abtauen — den Meeresspiegel weltweit um sieben Meter ansteigen zu lassen. Zudem wurde bereits 2007 festgestellt, dass sich der Frühlingsanfang in Grönland in den vergangenen zehn Jahren bereits um 14,5 Tage nach vorn geschoben hat. 

Je höher der Meeresspiegel steigt, desto katastrophaler ist das für Städte, die an der Küste liegen. Zu verstehen, wie und warum sich Grönlands Eisschicht verändert, ist also kein bloßes Forschungsprojekt; es ist von Bedeutung für die ganze Welt. 

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