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Fehlstart zur ISS: Kölner Astronaut Astro-Alex muss länger im All bleiben

EXPRESS-Logo EXPRESS 11.10.2018 express
Der Kölner ESA-Astronaut Alexander Gerst © NASA/ESA/dpa Der Kölner ESA-Astronaut Alexander Gerst

Über der ISS-Mission des Kölner ESA-Astronauten Alexander Gerst scheint kein guter Stern zu stehen. Erst gibt es ein rätselhaftes Leck an seinem Raumschiff. Nun scheitert der Start neuer Kollegen zum Außenposten im All. Wie lange muss Astro-Alex nun länger im All bleiben?

4000 Kilometer über der Erde

Gerst (42) ist seit Juni auf der ISS rund 4000 Kilometer über der Erde und sollte eigentlich im Dezember zurück zur Erde fliegen.

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Doch aus der „Ablösung“ wird vorerst nichts. Donnerstag, Weltraumbahnhof Baikonur. Plötzlich Feuer und weißer Rauch beim Start der bemannten russischen Raumkapsel. Die zweite Stufe der Trägerrakete Sojus hatte versagt. Die Sojus-Kapsel mit zwei Mann an Bord konnte zum Glück notlanden. Die beiden Raumfahrer, der russische Kosmonaut Alexej Owtschinin und der US-amerikanische Astronaut Nick Hague, sind unverletzt. Sie sollten Donnerstag zu einem etwa halbjährigen Forschungsaufenthalt auf der ISS aufbrechen, auf der gerade erst unser Astro-Alex das Kommando übernommen hat.

Sojus_Kapsel_11102018 © Tass/TASS/dpa Sojus_Kapsel_11102018

Drei Monate länger im All

Der missglückte Start wird sich nach Ansicht des früheren Astronauten Ulrich Walter auf die Rückkehr der derzeitigen ISS-Crew zur Erde erheblich auswirken.

„Alexander Gerst wird sicherlich noch einmal drei Monate länger da oben bleiben“, sagte Walter am Donnerstag. 

Der Professor für Raumfahrttechnik rechnet damit, dass Gerst und die zwei weiteren Besatzungsmitglieder erst Anfang 2019 zurückkehren können. Die Europäische Weltraumorganisation ESA hatte zuvor erklärt, es sei noch zu früh, über eine Verlängerung der Mission zu entscheiden. „Es hängt ganz wesentlich davon ab, wie schnell man die Ursache für den Fehlstart findet und für die Zukunft ausschließen kann“, so Europas Raumfahrtchef Jan Wörner.

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Nick Hague_Alexey_Ovchininin_11102018 © Yuri Kochetkov/AP Pool/dpa Nick Hague_Alexey_Ovchininin_11102018

Falls Astro-Alex wegen der Panne länger im All bleiben müsse, wäre dafür alles vorhanden, so Wörner weiter.

Sojus wie ein Arbeitspferd

Zuverlässiger als mit dem russischen Sojus-System, dem „Arbeitspferd“ der Raumfahrt, können Menschen eigentlich nicht ins All reisen. Allein schon, weil es keine Alternativen gibt. Weder China noch die USA betreiben aktuell bemannte Raumflüge. Die USA hatten 2011 ihr Shuttle-Programm eingestellt. Doch am Donnerstag ging es mit der Sojus schief. Die Trägerrakete hatte sich 119 Sekunden nach dem Start wegen technischer Probleme abgeschaltet.

Die zwei Raumfahrer konnten mit der Kapsel notlanden. Retter bargen sie, nach dem die Kapsel an Fallschirmen nahe der Stadt Dscheskasgan im Zentrum Kasachstans niedergegangen war.

Untersuchungen zur Ursache laufen auf Hochtouren. Und Astro-Alex wartet im All auf die Ergebnisse.

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