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Forscher haben im Wasser der Arktis einen unheimlichen Fund gemacht, der aus Russland kommt

Business Insider Deutschland-Logo Business Insider Deutschland 11.03.2018 Business Insider Deutschland

Arktis © Shutterstock Arktis

Der Klimawandel verändert die Erde auf dramatische Weise: Eisberge schmelzen, der Meeresspiegel steigt, das Wetter wird extremer. Nun haben Forscher in der Artkis eine weitere Folge der Erderwärmung nachgewiesen, die bisher unbekannt war.

Die Radium-228-Werte des arktischen Ozeans sind laut der neuen Studie in den vergangenen zehn Jahren ungewöhnlich rasant angestiegen. Radium-228 entsteht durch schmelzendes Eis, das Sedimente an das Wasser weitergibt. Es ist ein natürlich vorkommendes Isotop, auf dessen Basis Meeresforscher Messungen vornehmen und diese langfristig verfolgen können.

Wenn dieser Wert sich verändert, hat das weitreichende und komplizierte Auswirkungen auf die arktische Nahrungskette. Erhebliche Veränderungen in den Kohlenstoff-, Nährstoff- und Spurenmetallbilanzen des arktischen Ozeans können die biologische Produktivität und Artenvielfalt im Oberflächengewässer stark beeinflussen.

Radium-228-Werte stiegen um das Doppelte

Von Russland hinüber nach Norden bewegt sich ein beträchtlicher Strom von Wasser und Eis, der für erhöhte Radiumwerte sorgt. Das deutet darauf hin, dass aus dem ostsibirischen, arktischen Schelf von Russland Sedimente in das Zentrum der Arktis vorgedrungen sind.

Die reduzierte Meereisbedeckung führt infolgedessen zu einer stärkeren Wellenaktivität, was widerum mehr Sedimente aus dem Meeresboden freisetzt. Werden Sedimente freigesetzt, so steigt auch der Radium-228-Wert. Durch den gleichen Mechanismus werden zusätzliche Chemikalien, Kohlen- und Nährstoffe freigesetzt, die eine optimale Nahrungsquelle für das Plankton am Boden der Nahrungskette liefern. Durch die völlig neue Mischung von diversen Stoffen und Chemikalien im Meer verändert sich auch das gesamte Okösystem.

Wissenschaftler fordern mehr Forschung

Um diesen Veränderungen auf den Grund gehen zu können, fordern Wissenschaftler und Meeresbiologen aus allen Nationen nun mehr Forschung. Sowohl im Bereich der Chemie, der Biologie, der Physik als auch der Ökologie ist eine kontinuierliche Überwachung des arktischen Gewässers unerlässlich. Durch genauere Forschungsergebnisse und dadurch besser abschätzbare Prognosen wären wir in der Lage, die Konsequenzen einer globalen Erderwärmung einzuschätzen und dann effizienter handeln zu können.

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