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Großer Solarsturm trifft auf die Erde

WELT-Logo WELT 14.03.2018
Image #: 17204473 The Sun's magnetic field and releases of plasma directly affect Earth and the rest of the solar system. Solar wind shapes the Earth's magnetosphere and magnetic storms are illustrated here as approaching Earth. These storms, which occur frequently, can disrupt communications and navigational equipment, damage satellites, and even cause blackouts. The white lines represent the solar wind; the purple line is the bow shock line; and the blue lines surrounding the Earth represent its protective magnetosphere. The magnetic cloud of plasma can extend to 30 million miles wide by the time it reaches earth. UPI/SOHO/ESA/NASA /LANDOV Keine Weitergabe an Drittverwerter. [ Rechtehinweis: usage Germany only, Verwendung nur in Deutschland, Keine Weitergabe an Drittverwerter., Please check additional restrictions!, N ]: Das Magnetfeld der Sonne und der Ausstoß von Plasma wirken sich auf die Erde sowie das gesamte Sonnensystem aus. (UPI/SOHO/ESA/NASA /LANDOV)  © picture alliance / landov
Das Magnetfeld der Sonne und der Ausstoß von Plasma wirken sich auf die Erde sowie das gesamte Sonnensystem aus. (UPI/SOHO/ESA/NASA /LANDOV) 

Wenn in diesen Tagen das Navi ausfällt, ist wahrscheinlich nicht das Gerät kaputt. Forscher haben einen riesigen Solarsturm entdeckt, der sich auch auf die Erde auswirken soll – und zwar wegen seines ungünstigen Timings.

Funkverkehr, GPS-Systeme oder das Stromnetz – in den kommenden Tagen könnte bei dieser Technik nicht alles so reibungslos funktionieren wie sonst. Denn die Erde soll in den nächsten Tagen von einem größeren Solarsturm getroffen werden.

Der US-Behörde "National Oceanic and Atmospheric Administration" (NOAA) zufolge werden die elektrisch geladenen Teilchen von der Sonne am 14. und 15. März auch die Nordhalbkugel treffen. Der Flugverkehr und satellitenbasierte Technik wie etwa Navigationssysteme könnten dadurch gestört werden.

Ausgelöst wurde der Solarsturm von zwei gigantischen Eruptionen auf der Sonne, die auch die Weltraumbehörde Nasa registriert hat. Dadurch wurden Unmengen ungeladener Teilchen freigesetzt. Normalerweise hat ein Solarsturm für die Erde kaum Folgen. Doch dieses Mal ist es anders – wegen des ungünstigen Timings.

Sonst werden die ungeladenen Teilchen durch den natürlichen Schutz des Planeten, dem Erdmagnetfeld, abgeleitet. Die Ankunft des Solarsturms fällt dieses Mal nahezu mit dem sogenannten Äquinoktium, der Tagundnachtgleiche am 20. März zusammen.

In der Zeit um diesen astronomischen Frühjahrsanfang ist der natürliche Schutz der Erde schwächer als üblich, und die die geladenen Teilchen könnten sich der Erde einfacher nähern und dabei Störungen verursachen. Vor allem in Schottland und Nordengland sowie Teile der USA sollen sich die Menschen darauf einstellen, mahnen die Forscher.

Doch nicht alle dürften sich über den Solarsturm ärgern. Im Gegenteil. Er ist auch verantwortlich für ein wunderschönes Phänomen: die Polarlichter. Die werden dieser Tage wohl besonders schön ausfallen.

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