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Hatte der „Führer“ doch einen Sohn?

Welt der Wunder-Logo Welt der Wunder 21.03.2019 Welt der Wunder Magazin

1_Raetsel-Weltgeschichte © imago-Prod.DB 1_Raetsel-Weltgeschichte

Adolf Hitler hatte keine Nachkommen. Diese Aussage war jahrzehntelang unumstritten in der Forschung – und doch könnte sie bald keinen Bestand mehr haben, ist sie doch womöglich nur das Ergebnis einer in der Geschichte beispiellosen Vertuschungsaktion. Gemeinsam mit führenden Historikern begibt sich Welt der Wunder auf Spurensuche.

9. Februar 1935: Wie so oft sitzt die 20-jährige Unity Mitford im Lieblingslokal ihres Schwarms und schmachtet ihn sehnsüchtig vom Nachbartisch an, ohne dass dieser sie wahrzunehmen scheint. Doch plötzlich steht der Gastwirt vor ihr und sagt den Satz, der ihr Herz höher schlagen lässt: „Der Führer möchte Sie sprechen.“ 140 Mal trifft sich die Engländerin in den folgenden vier Jahren mit Adolf Hitler und erhält nach und nach Zugang zur engsten Nazi-Riege. Laut der Politologin Michaela Karl entwickelt sie sich an seiner Seite zu einer fanatischen Nationalsozialistin, die auf Propagandakundgebungen auftritt und Hitler ihre Vision einer deutschbritischen Allianz einflüstert.

Pistolenkugel statt Hochzeit

Als bereits Hochzeitsgerüchte aufkommen, endet die Liaison urplötzlich am 3. September 1939: Um 11 Uhr erklärt England Deutschland den Krieg, Stunden später bohrt sich im Englischen Garten in München eine Kugel in Mitfords Kopf – sie überlebt schwerverletzt. Ein Selbstmordversuch? Oder gar ein gescheiterter Mordanschlag? Die Frage bleibt ungeklärt, da die britischen Geheimdienstakten zu dem Fall gesäubert wurden.

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Bald darauf kehrt Mitford nach England zurück, wo sie angeblich 1940 einen Jungen zur Welt bringt, der sofort nach der Geburt zur Adoption freigegeben wird. Nicht wenige vermuten, dass Hitler der Vater war und man sie genau deshalb außer Landes schaffte. Weder der eigenen Familie noch der britischen Regierung konnte daran gelegen sein, dass die Existenz eines Hitler-Babys publik wurde – nicht nur, weil die Mutter entfernt mit seinem Erzfeind, dem britischen Premier Winston Churchill, verwandt war.

Mehr noch fürchtete man das Szenario, der Sohn könnte den Nazis in die Hände fallen und von ihnen als Nachfolger aufgebaut werden. Unity Mitford kann dazu leider nicht mehr befragt werden – sie starb bereits 1948 und nahm das Geheimnis mit ins Grab. Ihre Familie streitet bis heute alles ab. 

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