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Rosafarbene Amazonasdelfine durch Quecksilber aus illegalen Goldminen bedroht

Easyvoyage-Logo Easyvoyage 08.11.2019 Die Redaktion
Die rosa Flussdelfine im Amazonasgebiet sind mit Quecksilber verseucht. Dies geht aus einer Studie hervor, die von mehreren Umweltorganisationen, darunter auch der WWF, veröffentlicht wurde. Zwischen 2017 und 2019 wurden insgesamt 46 Delfine untersucht, die in den großen Amazonasbecken leben. Die Tiere wiesen hohe, besorgniserregende Kontaminationswerte auf. Quecksilber ist ein hochgiftiges Schwermetall, das Mensch und Natur schädigen kann. Der Stoff wird von Geldwäschern genutzt, um Gold von anderen Materialien zu trennen. "Er existiert zwar auch in natürlicher Form im Amazonasgebiet, breitet sich mittlerweile aber durch Abholzungen, Waldbrände sowie Goldmienen im Wasser aus und gelangt so in die Nahrungskette von Fischen und Delfinen", erklärt Marcelo Oliveira, Leiter des WWF in Brasilien.

100% der für die Studie überwachten Delfine waren kontaminiert, vor allem im Orinoco-Becken, welches sich über Kolumbien und Venezuela erstreckt. In diesem Gebiet gibt es eine hohe Anzahl illegaler Goldgewinnungsanlagen. Daraus kann geschlussfolgert werden, dass die Goldminen eine große Bedrohung für die rosa Flussdelfine des Amazonasbeckens darstellen. © pruit/123RF Die rosa Flussdelfine im Amazonasgebiet sind mit Quecksilber verseucht. Dies geht aus einer Studie hervor, die von mehreren Umweltorganisationen, darunter auch der WWF, veröffentlicht wurde. Zwischen 2017 und 2019 wurden insgesamt 46 Delfine untersucht, die in den großen Amazonasbecken leben. Die Tiere wiesen hohe, besorgniserregende Kontaminationswerte auf. Quecksilber ist ein hochgiftiges Schwermetall, das Mensch und Natur schädigen kann. Der Stoff wird von Geldwäschern genutzt, um Gold von anderen Materialien zu trennen. "Er existiert zwar auch in natürlicher Form im Amazonasgebiet, breitet sich mittlerweile aber durch Abholzungen, Waldbrände sowie Goldmienen im Wasser aus und gelangt so in die Nahrungskette von Fischen und Delfinen", erklärt Marcelo Oliveira, Leiter des WWF in Brasilien.
100% der für die Studie überwachten Delfine waren kontaminiert, vor allem im Orinoco-Becken, welches sich über Kolumbien und Venezuela erstreckt. In diesem Gebiet gibt es eine hohe Anzahl illegaler Goldgewinnungsanlagen. Daraus kann geschlussfolgert werden, dass die Goldminen eine große Bedrohung für die rosa Flussdelfine des Amazonasbeckens darstellen.

20 Millionen Menschen in Gefahr

Der hohe Quecksilbergehalt könnte auch die Gesundheit der fast 20 Millionen Menschen im Amazonasgebiet beeinträchtigen, die den kontaminierten Fisch konsumieren. "Quecksilber kann bis zu 100 Jahre in der Nahrungskette verbleiben, das ist das große Problem", warnt Marcelo Oliveira vom WWF in Brasilien.

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Der Amazonas-Flussdelfin

Die rosafarbenen Delfine leben im Süßwasser des tropischen Amazonas. Von den Südamerikanern wird die Tierart meist Boto oder Bufeo genannt. Die Intensität der rosafarbenen Haut hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie etwa von der Farbe des Gewässers. Außerdem nimmt die rosa Färbung mit dem Alter und der Aktivität des Tieres zu. Der Amazonas-Flussdelfin ist auf der Roten Liste, welche weltweit vom Aussterben bedrohte Tier- und Pflanzenarten vermerkt, aufgeführt.

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