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Schräge Töne: Warum kann nicht jeder singen?

Welt der Wunder-Logo Welt der Wunder 30.09.2017 Welt der Wunder
Schräge Töne: Warum kann nicht jeder singen? © iStock/lofilolo Schräge Töne: Warum kann nicht jeder singen?

Wir tun es in der Badewanne, im Auto und im Bierzelt: Wir singen aus voller Brust. Doch nicht bei jedem erzeugen die Sangeskünste Begeisterung. Warum nur singen manche Menschen besser und andere schlechter? Und warum singen wir überhaupt?

Wir kennen sie zur Genüge, die gesanglichen Leistungen einiger Kandidaten von „Deutschland sucht den Superstar“ oder „Popstars“. Sie plärren, röhren und schreien – und verfehlen die Töne. Doch sie merken es nicht, weil sie sich selbst anders wahrnehmen als wir. Warum aber ist das so?

ie Antwort liegt in unserem Gehör. Neben dem sichtbaren äußeren Ohr hat der Mensch ein inneres Ohr. Dieses bestimmt, wie man sich selbst hört. Doch diese Eigenwahrnehmung ist subjektiv – und kann täuschen. Denn wir nehmen den Schall nicht nur über die Luft wahr, sondern zusätzlich über das Körpergewebe, das ihn direkt an das Innenohr weiterleitet und dabei filtert. So  hören wir uns selbst anders, als uns andere hören.


Die Anlagen hat jeder


Wenn wir singen, strömt die ausgeatmete Luft durch die Bronchien in die Luftröhre. An ihrem oberen Ende befindet sich der Kehlkopf mit den Stimmlippen. Die Atemluft strömt durch einen Spalt zwischen ihnen hindurch, und die Stimmbänder schwingen wie die Saiten einer Gitarre. So entsteht ein Klang, der so genannte Primärklang, der wiederum durch den Resonanzraum geformt wird – der Sekundärklang. Beim Menschen fungieren Nase, Rachen, Mund und Lippen als Resonanzraum. Er kann so verändert werden, dass wir verschiedene Klänge bilden können. 

Wie gut jemand singen kann, hängt zunächst zwar von bestimmten körperlichen Merkmalen ab, zum Beispiel Größe, Form und Gewebe-Eigenschaften von Brustkorb, Kehlkopf, Rachen-, Mund- und Nasenraum. Und vielen Menschen werden tatsächlich mit ihrem Gesangstalent geboren. Grundsätzlich aber hat jeder die Voraussetzungen zum Singen, und mit entsprechender Übung kann fast jeder ein zumindest mittelmäßiger Sänger werden. Der Mut, es auszuprobieren, lohnt sich – Studien haben bewiesen, dass Singen glücklich macht.


Auch gute Stimmen können verkümmern


Beim Singenlernen und auch bei der Gehörschulung spielt das soziale Umfeld eine große Rolle. Experten halten es deshalb für wichtig, mit den Kindern in Familie, Kindergarten und Schule zu singen, so dass Stimme und Gehör von Anfang an gefördert werden. Und auch professionelle Sänger müssen ihre Stimme fit halten. Außerdem beeinflussen auch psychische Faktoren unseren Stimmklang – unser Wohlbefinden zum Beispiel. So kann auch eine schöne Naturstimme verkümmern, wenn die gesangliche Übung fehlt.

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