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Vom Aussterben bedrohte Spezies: Schildkröte Diego zeugte mindestens 800 Babys und rettete ihre Art – jetzt darf sie in Rente

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Schildkröte Diego zeugte mindestens 400 Babys © Getty Images/Parque Nacional Galapagos Schildkröte Diego zeugte mindestens 400 Babys

Die Galapagos-Schildkröte Diego zeichnet sich durch ihre Fruchtbarkeit aus: Rund 40 Prozent der Population der einst bedrohten Spezies gehen auf sie zurück.

Es sah schlecht aus für die Galapagos-Riesenschildkröten der Art Chelonoidis nigra hoodensis. Die Spezis war bereits fast ausgestorben – bis Diego kam. Die Riesenschildkröte gehörte zu den letzten drei männlichen Exemplaren seiner Unterart, die noch auf den Galapagos-Inseln lebten. Forscher setzten ihn daraufhin im Fortpflanzungsprogramm des Zoos in San Diego ein. Mit Erfolg: Heute hat sich die Population der Galapagos-Riesenschildkröten deutlich erhöht. Diego hat seinen Teil dazu beigetragen und darf nun im stolzen Alter von mehr als 100 Jahren in Rente gehen.

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Gepostet von Parque Nacional Galápagos am Freitag, 10. Januar 2020

Mehr als 80 Jahre hat Diego im Zoo verbracht, seit 1977 lautete sein Auftrag: So viele Babys zeugen wie möglich. Das gelang ihm auf geradezu vorbildliche Art und Weise: Wie viele Nachkommen genau Diego zeugte, ist nicht eindeutig belegt – einige Quellen sprechen von 800, der Zoo San Diego sogar von 1700. Unbestritten allerdings ist, dass die Schildkröte ausgesprochen fruchtbar war und damit einen entscheidenden Beitrag zur Rettung der Art geleistet hat.

Eine Schildkröte ist für 40 Prozent der Art verantwortlich

Diego habe sich "ganz der Erhaltung seiner Art verschrieben", schreibt der Zoo auf seiner Website. 40 Prozent der aktuellen Population sollen auf die fleißige Galapagos-Riesenschildkröte zurückgehen. Mittlerweile hat sich der Bestand der Art so weit stabilisiert, dass das Fortpflanzungsprogramm eingestellt werden konnte. Die lebenden Riesenschildkröten können sich nun selbst in freier Wildbahn untereinander fortpflanzen.

Dort wird in Zukunft auch Diego leben. Er kehrt im März nach mehr als acht Jahrzehnten in seine Heimat Española, eine der Galapagosinseln, zurück. Wenn seine Artgenossen dort wüssten, was er getan hätte, sie würden ihn wohl als Held empfangen.

Quellen: Zoo San Diego / Parque Nacional Galápagos auf Facebook

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