Sie verwenden eine veraltete Browserversion. Bitte verwenden Sie eine unterstütze Versiondamit Sie MSN optimal nutzen können.

Wie Guido Scarabottolo die Langsamkeit für sich entdeckte

AD Magazin - Architectural Digest-Logo AD Magazin - Architectural Digest 25.03.2019 Gesine Borcherdt

Mailand

Scarabottolo © Fabrizio Cicconi / Living Inside; Styling: Francesca Davoli / Living Inside Scarabottolo

Wenn das Haus, wie es im Feng-Shui heißt, der Spiegel der Seele sein soll, dann ist Guido Scarabottolo ein glücklicher Mann. Und es waren wohl seine Geduld und sein Humor, die ihn zwei Etagen mit schiefem Boden in einem ehemaligen Kloster kaufen ließen. Denn Anfang der 80er Jahre war er ein junger Architekt ohne Budget zur Instandsetzung. „Zehn Jahre dauerte es, bis ich einziehen konnte. Und dann fehlte das Geld für die Möbel“, sagt Scarabottolo und lacht. „Aber ich wollte ja einen leeren Raum. Erst als meine Frau einzog, kamen Möbel, Bilder und Pflanzen dazu.“

„Ein leerer Raum ist voller Möglichkeiten.“

Scarabottolo © Fabrizio Cicconi / Living Inside; Styling: Francesca Davoli / Living Inside Scarabottolo

Gelegen ist die Wohnung, ein Loftgeschoss und der Dachboden, im zweiten und dritten Stock eines einstigen Nonnenkonvents im Mailänder Navigli-Viertel, wo früher die Handelsschiffe auf den Kanälen vorbeizogen. „Sie kamen aus den Regionen um Pavia und vom Lago Maggiore. Speziell in meiner Gegend wurde mit Milch gehandelt. So entstand aus dem Kloster des 19. Jahrhunderts ein Käselager. Deshalb die horizontale Struktur mit Stahlträgern.“

Die Top-Lifestyle-Themen der MSN-Leser:

Samt: Edler Stoff für die Einrichtung

Lavendel-Öl: Mild zur Haut, sanft zur Seele

Zähneputzen: Diese 3 Fehler macht fast jeder

Scarabottolo © Fabrizio Cicconi / Living Inside; Styling: Francesca Davoli / Living Inside Scarabottolo

Nach dem Krieg zogen Handwerksbetriebe ein. In den 80er Jahren verwandelten Scarabottolo und seine Architektenfreunde das Gebäude dann in Ateliers. Gemeinsam kauften sie einzelne Einheiten, renovierten und bezogen sie auch privat. „So entstand eine Mischung aus Architekturbüros und Wohnungen.“ Bis heute wird im Erdgeschoss kreativ gearbeitet. Dort lernte Scarabottolo auch seine Frau, die Malerin Francesca Zoboli, kennen. „Zehn Jahre lang waren wir nur gute Freunde. Wir haben am selben Tag Geburtstag und blieben schon deswegen in Kontakt, um uns gegenseitig zu gratulieren. Irgendwann taten wir uns dann zusammen.“

Scarabottolo © Fabrizio Cicconi / Living Inside; Styling: Francesca Davoli / Living Inside Scarabottolo

In Scarabottolos Worten liegt dieselbe zugewandte Gelassenheit, die man auch in der Wohnung spürt. Freitreppe, Holzböden, gipsweiße Wände – man bemerkt seine Eingriffe kaum, die das Loft zu dem gemacht haben, was es wohl schon immer war: ein Ort, um zur Ruhe zu kommen.

Scarabottolo © Fabrizio Cicconi / Living Inside; Styling: Francesca Davoli / Living Inside Scarabottolo Scarabottolo © Fabrizio Cicconi / Living Inside; Styling: Francesca Davoli / Living Inside Scarabottolo
| Anzeige
| Anzeige

Mehr von AD Magazin

AD Magazin - Architectural Digest
AD Magazin - Architectural Digest
| Anzeige
image beaconimage beaconimage beacon