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Wo Parisiennes urlauben: Warum die baskische Küste um Biarritz und Bordeaux der ultimative Reise-Tipp 2022 ist

Harper's BAZAAR-Logo Harper's BAZAAR 28.06.2022 Miriam Stein
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Hat man einmal die tosende Kraft des Atlantiks erlebt, mit seinen Untiefen und Urkräften, erscheint das stille Mittelmeer wie ein Binnengewässer. Diesen ungestümen Ozean kann man mit Surfbrettern und Segelbooten, nicht mit Superyachten erobern. Entsprechend kommt die südwestliche Ecke des Baskenlandes mit ihrer wilden Atlantikküste ein bisschen wie ein französisches Kalifornien daher – French Chic trifft auf entspannte, bodenständige Atmosphäre, Surfer-Kultur und endlose von Dünen gesäumte Strände.

Eine verführerische Mischung und somit nur logisch, dass hippe Pariser:innen den südlichen Landstrich wiederentdecken. Wie Sophie Favre. Vor drei Jahren verließen sie und ihr Mann Édouard Le Roy die französische Metropole Richtung Bordeaux. Warum? „Die Ankunft unserer Zwillinge Rose und Joseph, ein beruflich sehr anstrengendes Leben in Paris und das Gefühl, für nichts mehr Zeit zu haben, motivierten uns, in unseren 40ern neu anzufangen. Wir hatten Lust auf mehr Ausgeglichenheit, auf Qualität in unserem Leben.“ Mittlerweile könnte man das Paar als Trendsetter bezeichnen: Laut einer neuen Studie würden 56 Prozent der gut verdienenden Pariser:innen gerne nach Bordeaux.

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Reise-Tipp 2022: Hippe Parisiennes urlauben jetzt an der baskischen Küste um Biarritz und Bordeaux

Wer nicht gleich umziehen will, kann zumindest pendeln – mit dem Schnellzug braucht man nur noch zweieinhalb Stunden. Entsprechend blüht die Region auf: Unternehmen siedeln sich an, Restaurants und kleine Hotels eröffnen an der ganzen baskischen Küste. Auch Sophie Favre hat Bordeaux um einen Shop bereichert, La Gaité. Hier verkauft sie ausgewählte Designobjekte: „Ich bringe sie von Reisen mit. Mein Laden soll ein Ort des Lebens und Begegnens werden.“ Auch Veranstaltungen wie Ausstellungen, Workshops oder Aperitifs möchte sie anbieten, erzählt die ehemalige Einkäuferin eines Luxuskaufhauses in Paris. Nach Ladenschluss genießt Favre marinierten Stör und Garnelenpaste, Kokosmilchsuppe, Klebreis und Erdnüsse im asiatisch-französischen Restaurant Mampuku.

An den Wochenenden fährt sie mit ihren Kindern ans Meer. Die Familie besitzt ein Haus in der Küstenstadt Biarritz, die knapp zwei Autostunden von Bordeaux entfernt liegt. Ihr Lieblingsstrand ist das Surfer-Paradies Côte des Basques. „Dort herrscht eine Helligkeit, die ich als wahnsinnig entspannend empfinde.“ Baskische Tapas genießt sie am liebsten in der Bar Jean.

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Auch in Biarritz ist der Immobilienmarkt in Bewegung geraten. Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts war die kleine Küstenstadt gerade mal ein Fischerdorf. Erst 1854, als Kaiserin Eugénie, gebürtige Spanierin und Ehefrau von Napoleon III., nach Biarritz kam, begann die Metamorphose des Dorfs zum Seebad. Denn Eugénie verliebte sich in den halbmondförmigen Strand, La Grande Plage, und den tosenden Atlantik. Der Kaiser ließ seiner Angetrauten eine Residenz bauen, das Paar verbrachte von nun an dort seine Sommer. Fortan flanierten die gekrönten Häupter von Belgien, Portugal, englische Lords und spanische Granden in Biarritz, und Ende des 19. Jahrhunderts zählte der Ort bereits etwa 10.000 Sommerbesucher, unter ihnen auch Kaiserin Elisabeth von Österreich.

Seine Blüte erlebte Biarritz in den goldenen 1920s, damals galt Biarritz als eine der Hauptstädte des Charleston. Nach dem Zweiten Weltkrieg verlagerte sich die Aufmerksamkeit des Jetsets auf die Mittelmeerseite, zur Côte d’Azur. In den 60ern endete die fast 100-jährige Geschichte von Biarritz als Seebad der Reichen und Schönen zunächst. Was blieb, waren Ruinen, unter anderem ein Jugendstil-Parkhaus in bester Lage zwischen Strand und Leuchtturm, in dem einst die Rolls-Royce-Limousinen auf ihre royalen Passagiere warteten. 2018 wurde das zuletzt leer stehende Gebäude als Boutiquehotel mit Pool und 27 liebevoll eingerichteten Zimmern und Suiten wiederbelebt. Le Garage interpretiert den Glamour der Blütezeit für das 21. Jahrhundert.

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Alter Glanz trifft auf neue Hotels und Restaurants: Die französische Südatlantikküste wird 2022 wieder zum angesagten Reiseziel

Natürlich darf ein wenig alter Glanz auch in einer Neuinterpretation nicht fehlen. Der Palast, den Napoleon III. für Eugénie baute, feierte sein Re-Opening im vergangenen Jahr nach einer Generalüberholung als Hôtel du Palais. Ganz neu ist das Hotel Brindos Côte Basque, nur wenige Kilometer vom Flughafen Biarritz entfernt. Es befindet sich direkt an einem privaten Binnensee, mit zehn schwimmenden Suiten. Zwei Swimmingpools – einer im Innen- und einer im Außenbereich – sowie ein großes Spa runden das exklusive Resort ab.

Einer der schönsten Flecken der Küste ist Cap Ferret, eine windgepeitschte, mit Pinien bewachsene Halbinsel vor dem Ort Arcachon, etwas nördlich von Biarritz. Cap Ferret, das von der Dune de Pilat, der größten Wanderdüne Europas, vor den Gewalten des Atlantiks beschützt wird, ist eine exklusive Sommerenklave und unterscheidet sich von seinem „Erzfeind“, wie Einheimische scherzend behaupten, dem Cap Ferrat an der Côte d’Azur, durch mehr als nur einen Vokal. Statt Hollywoodstars sieht man im Bassin zwischen Halbinsel und Küste tagein, tagaus Austernzüchter, die schon mal mit Gabelstaplern durch den Ort brettern. Die Holzhäuser aus einheimischem Kiefernholz sind mit blau-weißen Fensterläden geschmückt.

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Hier ist den Macher:innen des ultrachicen Boutiquehotels Le Yndo in Bordeaux ein ganz besonderer Ableger gelungen: eine Cabane – ein 5-Sterne-Hotel auf 60 Quadratmetern! Diese „Hütte“ ist ein traumhaftes Stück Ferienland, das französisches Flair mit skandinavischen Möbeln, kleiner Küche, Garten und Surf-Spirit verbindet. Sophie Favre empfiehlt einen Abstecher nach San Sebastián, in die stolze baskische Stadt auf der spanischen Seite der Küste. „Der Strand hat etwas Besonderes: Man könnte sich auch in Italien oder in Brasilien befinden.“ Die surreale Schönheit von San Sebastián faszinierte schon den US-amerikanischen Schriftsteller Ernest Hemingway, heute treffen sich dort Foodies aus der ganzen Welt.

Die spanische Strandstadt gilt als Mekka für moderne Gourmets, nirgends auf der Welt gibt es mehr Michelin-Sterne pro Einwohner. Obacht: Man mag es avantgardistisch! Wie im 2-Sterne-Restaurant Amelia im Hotel Villa Favorita, direkt an der Bucht La Concha. Koch Paulo Airaudo serviert streng saisonale Tasting-Menüs, zum Beispiel Seeigel mit wildem Brokkoli, italienische Ramen oder Taube an Roter Bete mit Spinat. Danach kann man die wenigen Schritte zum Strand machen und die Sonne genießen, während die schäumenden Wellen des Atlantiks sich im goldenen Sand brechen.

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