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Fast ausgestorben: Corona-Pandemie könnte Buckelwale retten

EXPRESS-Logo EXPRESS 06.12.2022 Luisa Maria Stickeler (ls)
Vor der Küste von Kanada gibt es wieder mehr Buckelwale. Das Foto zeigt einen Buckelwal vor Australien am 4. August 2006. © picture-alliance/ dpa Vor der Küste von Kanada gibt es wieder mehr Buckelwale. Das Foto zeigt einen Buckelwal vor Australien am 4. August 2006.

Die Biodiversitätskonferenz der UN steht an. In Kanada treffen sich ab dieser Woche Staaten, um Maßnahmen zur Eindämmung des weltweiten Arten- und Lebensraumverlusts zu besprechen. Viele Staaten möchten dazu etwa 30 Prozent der weltweiten Land- und Meeresfläche zu Naturschutzgebieten erklären. Auch Deutschland verfolgt dieses Ziel. 

Trotz Vorgängerabkommen schreitet das Artensterben nämlich rasant schnell voran – die meisten Ziele der UN wurden weit verfehlt. Doch eine positive Nachricht gibt es: Kanada berichtet, dass die Population von Buckelwalen vor Vancouver wieder steigt.

Kanada: Population von Buckelwalen gestiegen

Noch vor zehn Jahren habe man keinen Buckelwal bei Vancouver gesehen, erzählt ein Wal-Experte der kanadischen Regierungsbehörde für Fischerei und Ozeane. Nun könne man im Sommer und Herbst rund 20 Tiere pro Tag beobachten, heißt es bei der „Tagesschau“. 27.000 Buckelwale hätte man allein im kanadischen Ozean gezählt.

Forscherinnen und Forscher der Pacific Whale Watch Association konnten vor der Küste der kanadischen Stadt im vergangenen Jahr einen regelrechten Babyboom feststellen. 21 Kälber konnten sie zählen – doppelt so viele wie das Jahr zuvor. Und so viele wie noch nie in der Region.

Laut Expertinnen und Experten gibt es dafür verschiedene Gründe. Auch Corona spielt eine Rolle. Die Wale könnten sich durch die Folgen der Pandemie erholt haben. So gab es mehr Nahrung für die Tiere – und wenige Touristinnen und Touristen.

Zudem gilt nunmehr seit 55 Jahren ein Walfangverbot in Kanada. Und auch für touristische Wal-Touren gibt es strenge Auflagen. Die Tiere sollen nur noch aus der Entfernung beobachtet werden. Sowohl das Füttern als auch das Berühren der Buckelwale ist nicht gestattet, ebenso wie das Schwimmen mit den Meeresriesen. Verpflichtend ist dagegen das Melden von in Not geratenen Tiere, beispielsweise wenn ein Buckelwal sich verheddert hat.

Die Population der Meeressäuger sei ein wichtiger Indikator für den Zustand der Meere, sagt der UN-Spezialbeauftragte für Menschenrechte und Umwelt in Vancouver, David Boyd: „In den vergangenen Jahren haben wir hier an der kanadischen Westküste ein unglaubliches Wiederaufleben der Buckelwalpopulation erlebt. Eine Art, die fast bis zur Ausrottung gejagt wurde. Nun ist der Bestand wieder so hoch wie vor dem kommerziellen Walfang.“ (ls)

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