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Geheimtipp Albanien

Easyvoyage-Logo Easyvoyage 19.07.2017 Die Redaktion

Albanien - Versteck des berüchtigten Lord Voldemort und Geheimtipp für so manch Reisenden, der vom Charme des Unbekannten angezogen wird. Weitab vom Massentourismus bietet das Land vielfältige Landschaftsbilder: Von alpinen Gebirgskulissen über zu azurblauen Gewässern am Adriatischen und Ionischen Meer bis hin zu malerischen Dörfchen mit verwinkelten Gassen. Die noch unentdeckte Perle des Balkans versteht es den selbst noch so erbitterten Skeptiker von der Schönheit des Landes zu überzeugen.

Der Gjipe Beach ist einer der besten Strände an der albanischen Riviera und eine wilde Naturschönheit des Balkans. Zugegeben, der einsame Küstenstreifen mit glasklarem Wasser befindet sich zwar rund 20 Minuten zu Fuß vom Ausgang des Canyons, Kanioni Gjipes, entfernt, dafür entschädigt er aber mit einer äußerst exklusiven Atmosphäre und paradiesischen Bademöglichkeiten. Der Strand befindet sich in der Mitte von zwei Hügeln und bietet deshalb nicht nur hervorragende Badestellen, sondern auch herrliche Plätze zum Klettern. Darüber hinaus kann man von einer der Erhebungen eine wunderbare Aussicht über die Umgebung genießen. Die einzigartige Kombination von Strand, Canyon und Fluss vermittelt einen gar paradiesischen Eindruck und macht den Gjipe Beach zu einem wahren Schatz Albaniens.

Butrint ist eine Ruinenstadt im Süden Albaniens, die sich auf einer Halbinsel ausdehnt und im Norden und Osten vom Butrintsee umgeben ist. Unzählige verschiedene Völker hinterließen hier ihre Spuren und vollbrachten es die Stätte in den Rang eines UNESCO Weltkulturerbes zu katapultieren. Die Entstehung dieser mystischen Stadt liegt weit zurück in der Geschichte. Wann genau Butrint gegründet wurde, vermögen Experten zwar nicht exakt zu ermitteln, dennoch deutet vieles darauf hin, dass der Ursprung der Stätte im 4. Jahrhundert vor Christus liegt. Sehenswürdigkeiten aus griechischen, römischen, venezianischen und byzantinische Epochen zieren die epirotische Stätte und halten die Geschichte der historischen Ruinenstadt Albaniens am Leben.

Diese denkmalgeschützte Altstadt ist von einer historischen Stadtmauer umgeben und wird von einer riesigen Burganlage überragt. Schattenspendende Gassen, eine Altstadt mit vielen Fensterfronten und malerische Wege mit großen Pflastersteinen kennzeichnen zum einem die Kultur Albaniens und bieten zum anderen einen herrlichen Einblick in die Lebensweise der Einheimischen. Die Stadtburg liegt hoch über Berat und bietet einen phantastischen Panoramablick über das gesamte Tal. Darüber hinaus enthält die Burg, die auch heute noch bewohnt wird, mehrere Kirchen und Moscheen. Besonders sehenswert ist die Museumskirche der Heiligen Maria aus dem Jahre 1793 mit einer wunderbar geschnitzten und vergoldeten Ikonostase.

Geheimtipp Albanien Geheimtipp Albanien

Der Koman-Stausee plättschert fröhlich vor sich hin, links und rechts ragen die Berge der Prokletije majestätisch in den Himmel und in einiger Entfernung kann man sogar den Jezerca, einen der höchsten Berge Albaniens, erspähen. Von der Koma Fährstation am See legen hier einmal täglich Autofähren und Personenfähren ab, die durch spektakuläre Tunnel und Talengen führen. Der Drin, ein Fluss der aus Montenegro kommt, hat sich an manchen Stellen der Schlucht so aufgestaut, dass er bis zu 50 Metern Tiefe erreicht. Dadurch lässt sich auch das strahlend blau- bis türkisfarbene Wasser erklären, das regelrecht zu einer kurzen Erfrischung verführt.

Dank Albaniens Vielseitigkeit kommen hier nicht nur Sonnenanbeter und Kulturfanatiker voll auf ihre Kosten - Naturfreunde und Aktivurlauber genießen die unberührte Gebirgslandschaft im Norden des Landes besonders. 15 verschiedene Nationalparks, vielfältige Gebirgsketten und große Waldgebiete bieten ein großes Spektrum an verschieden Freizeitaktivitäten. Das Valbona-Tal und das Thethi-Tal bieten Bergsteigern und Wanderern die ideale Location, um sich auszutoben. Gerüchten zufolge solle es dort sogar noch Gipfel geben, die noch nie von einem Menschen bestiegen worden sind!

Bei einer Reise nach Albanien ist es nahezu unumgänglich nicht auf den ein oder anderen pilzförmigen Bunker zu stoßen. Über 170.000 Erinnerungstücke des ehemaligen Diktators Enver Hoxhas zieren noch heute die malerischen Landstriche des kleinen Balkanlandes. Einst ließ der Diktator diese militärischen Schutzanlagen errichten, um sich gegen eine Invasion kapitalistischer Feinde zu schützen - heute sind die Bunker vielmehr das heimliche Wahrzeichen des Landes. Einige wurden sogar zu kleinen begehbaren Museen umgebaut!

Wenn Albanien für eines bekannt ist, dann für seine Gastfreundschaft. Die freundliche Gesinnung, die herzlichen Begrüßungen und das ehrliche Wohlwollen, die einem entgegengebracht werden, sind sonst wahrhaft selten anzutreffen. Einladungen zum Mittagessen sowie musikalische Unterhaltung sind in Albanien durchaus keine Seltenheit. Beim ersten Eindruck wirken Albaner zwar meistens etwas reserviert und zurückhaltend, wenn man jedoch genauer hinsieht, merkt man wie gerne und wie oft gelacht und gesungen wird. Wer sich Land und Leuten öffnet, wird ihren seltenen Sinn für Humor und ihre Geselligkeit zu schätzen lernen.

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