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Schweizer stimmen über "Schwexit" ab

Die Schweizer entscheiden bei einer Volksabstimmung über die künftigen Beziehungen zur Europäischen Union. Die rechtskonservative SVP will künftig den Zuzug von Ausländern begrenzen - auch aus der EU. Die Vorlage zur Volksabstimmung sieht ein Ende der Personenfreizügigkeit mit der EU vor. Die Partei befürchtet eine Überbevölkerung und Minderung des Wohlstands in der Schweiz. Sie hat dies mit einem markanten Wahlplakat illustriert: Es zeigt den dicken Hintern einer Person mit Kleidung in EU-Farben, der auf der Schweiz sitzt, die unter der Last schon Risse bekommt. In den vergangenen 30 Jahren war die Bevölkerungszahl der Schweiz um rund ein Viertel gestiegen auf 8,6 Millionen. Bei einem "Ja" der Schweizer würden aber auch noch andere Abkommen mit der EU außer Kraft gesetzt. Die EU ist aber der wichtigste Handelspartner der Schweiz. Vermutlich auch deshalb waren in Umfragen zuletzt rund 60 Prozent der Bürgerinnen und Bürger gegen diese Vorlage. Außerdem stimmen die Schweizer über einen zweiwöchigen Vaterschaftsurlaub ab. Daneben über den leichteren Abschuss von Wölfen, die Anschaffung neuer Kampfjets für die Armee und höhere Steuerabzüge für Familien mit Kindern. Stimmberechtigt sind etwa 5,4 Millionen Schweizerinnen und Schweizer. Rund 90 Prozent der Bevölkerung hatten bei Volksabstimmungen schon vor der Corona-Pandemie per Briefwahl abgestimmt. Die Wahlbeteiligung liegt mit wenigen Ausnahmen seit Jahrzehnten meist unter 50 Prozent.
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