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Strand-Besucher fliehen vor unheimlicher Riesenwolke

TRAVELBOOK-Logo TRAVELBOOK 06.09.2019 TRAVELBOOK

Eine riesige Wolke hat Urlauber und Einheimische am Strand von Rio de Janeiro in Angst versetzt. Kein Wunder, denn die sogenannten „Rollwolken“ sehen ziemlich bedrohlich aus. Doch wie gefährlich ist dieses Wetterphänomen eigentlich? TRAVELBOOK hat nachgeforscht.

Stellen Sie sich vor, Sie liegen am Strand und sonnen sich. Doch plötzlich verdüstert sich der Himmel, eine gigantische Wolke über Hunderte Kilometer Länge taucht auf und kommt bedrohlich näher und näher. Na, auch schon Panik? So ging es zumindest den Strandbesuchern in Rio de Janeiro. Dort erschien nämlich Anfang September eine so genannte „Rollwolke“. Diese Wolkenformationen sind besondere Formen der Arcus-Wolken und sind zwar oft nur wenige Kilometer breit, dafür aber bis zu 1000 Kilometer lang.

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Eine Augenzeugin der brasilianischen Rollwolke ist Sofie Mentes, Besitzerin eines Kiosks an der Strandpromenade. „Es war ein sehr interessantes Naturereignis“, sagte Mentes laut dem brasilianischen Youtube-Channel Y1News. Die Wolke habe begonnen sich zusammenzurollen und schließlich wie ein horizontaler Tornado ausgesehen, so Mentes.

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Rollwolken auch in Deutschland

Doch wie entstehen eigentlich Rollwolken eigentlich? Das weiß Diplom-Meteorologe Dominik Jung von wetter.net. Er erklärt auf TRAVELBOOK-Nachfrage: „Rollwolken entstehen durch die Kaltfront eines Sturms oder Gewitters, die die wärmere Umgebungsluft aufnimmt. Dabei beginnt die wärmere Luft zu kondensieren, wodurch das außergewöhnliche Gebilde entsteht.“ In dieser Erklärung steckt auch die Antwort auf die Frage, ob Rollwolken gefährlich sind. Denn: „Die Wolke an sich macht nichts. Allerdings geht sie meist mit einem Sturm oder Gewitter einher und das ist dann natürlich wie immer gefährlich.“

Besonders häufig treten Rollwolken in Australien auf. Eine ist sogar eine Berühmtheit: Die Morning Glory Cloud, die regelmäßig im nordaustralischen Golf von Carpentaria zur Frühlingszeit beobachtet werden kann. Warum die Wolke genau zu dieser Jahreszeit so häufig genau dort auftritt, ist bisher noch nicht endgültig erforscht. Aber auch in Deutschland gibt es hin und wieder Rollwolken. 2016 erschien zum Beispiel ein Exemplar über Bayern.

Morning Glory Cloud sieht wirklich atemberaubend aus © Getty Images Morning Glory Cloud sieht wirklich atemberaubend aus

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Ihren Namen haben die Wolken übrigens von ihrer rollenden Bewegung. Denn auf der Vorderseite gibt es einen starken Aufwind, auf der Rückseite fällt die Luft wieder ab. Rollwolken sind nämlich, im Gegensatz zu ihren engen Verwandten, den „Shelf Clouds“, getrennt von der Gewitterwolke, die oft folgt. Übrigens bewegen sich die Rollwolken mit bis zu 60 Kilometer pro Stunde – das Phänomen ist oft also genauso schnell wieder weg, wie es aufgetaucht ist. Darüber waren sicherlich auch die Strandbesucher in Rio de Janeiro erleichtert.

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