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Diese fünf Länder sind als Reiseziele im Kommen

WELT-Logo WELT vor 6 Tagen
San Marino © Getty Images San Marino

Welche europäischen Länder haben im vergangenen Jahr überdurchschnittlich bei Besuchern zugelegt? Die UN-Weltorganisation für Tourismus hat Reisetrends bei Urlaubern ausgewertet. Die Ergebnisse überraschen.

Die UN-Weltorganisation für Tourismus (UNWTO) hat Ende September ihre neuesten Erhebungen zu den touristischen Tendenzen vorgelegt. Fazit: Es wird mehr gereist auf der Welt, vor allem nach Nordafrika und Europa. Die internationalen Ankünfte lagen 2017 mit sieben Prozent Zuwachs bei 1,32 Milliarden und damit auf einem neunjährigen Höchststand.

Richtig interessant wird es aber, wenn man sich die europäischen Destinationen anschaut, die (neben dem kühlen Dauerbrenner Island, der wackeligen Türkei und dem von den UN zu Europa gezählten Israel) überdurchschnittlich bei Besuchern zugelegt haben. Darunter sind überraschend viele ehemalige Sowjetrepubliken, ein Balkanland und ein mediterraner Zwergstaat, den zu finden man eine Lupe braucht. Das sind die fünf Länder, die man als Reisender mit Sinn für Kurioses auf der inneren Landkarte haben sollte:

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San Marino – der Zwergstaat

Kurz hinter Rimini liegt, vollkommen umarmt von Norditalien, der Zwergstaat San Marino. Kleiner als das bayerische Fürth, zog es 2017 ganze 18.000 Touristen mehr an als im Jahr zuvor. Zu besichtigen gibt es mit der Stadt San Marino ein Unesco-Weltkulturerbe, die älteste noch existierende Republik der Welt (angeblich seit 301 v. Chr.), die den Untergang der viel mächtigeren italienischen Republiken Venedig und Genua überdauert hat.

Von San Marino kann man lernen, wie man politisch schwierige Zeiten übersteht. Das macht es dieser Tage zur Gewinner-Destination.

Georgien – hipper Hotspot

Trotz der in der Tourismussprache Englisch akut gegebenen Verwechslungsgefahr des vorderasiatischen Georgiens mit dem US-amerikanischen Bundesstaates Georgia wurde die "Waffenschmiede der Antike" in den vergangenen Jahren als eines der schönsten Länder der Welt und als hipper Reise-Hotspot entdeckt.

Wer immer noch zögert: Hier wurde der Wein erfunden. Höchste Zeit für einen Besuch also.

Mazedonien – lohnt trotz der Querelen

Noch eine Destination mit Identitätsproblemen: Mazedonien beziehungsweise Makedonien streitet sich seit 1991 mit der griechischen Region Makedonien darum, wer den schönen Namen tragen darf. Korrekt heißt das Land daher "Ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien".

san marino © Getty Images san marino

Diese für Außenstehende verwirrende Situation sollte niemanden von einem Besuch auf dem Balkan abhalten. Denn landschaftlich bietet die FYROM, wie man auf internationalem Parkett zur "Former Yugoslav Republic of Macedonia" sagt, zum Beispiel den größten Wasserfall Südeuropas und einen der ältesten Seen der Erde. Was sind da schon die paar Querelen.

Aserbaidschan – Land des Feuers

Aserbaidschan, das "Land des Feuers" (Eigenwerbung) tanzt fröhlich auf der Grenze zwischen Europa und Asien – und seit zehn Jahren auch auf dem Eurovision Song Contest, traditionell der Schönheitswettbewerb der knalligsten Ex-Sowjetstaaten. Die Glitzermetropole Baku ist einen ausgelassenen Shopping-Trip wert.

Moldawien – Staat mit bewegter Geschichte

145.000 Besucher wollten 2017 das Land in direkter Nachbarschaft zur Ukraine sehen, das in seiner umtosten Geschichte schon zum Russischen Kaiserreich, in Teilen zu Rumänien und anschließend zur Sowjetunion gehörte.

Wer beim Klang des offiziellen Namens Republik Moldau eine süße Melodie hört, hatte in der Schule guten Musikunterricht. Das Stück "Die Moldau" des Komponisten Bedřich Smetana allerdings ehrt den böhmischen Fluss und hat mit dem Land Moldawien nichts zu tun.

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