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Sicher mit dem Fahrradträger Urlaub – die besten Tipps für 2019!

bbx.de-Logobbx.de 11.03.2019 Thomas Schulz
das Fahrrad sicher mit dem Fahrradträger transportieren © Klaus Nahr / flickr.com das Fahrrad sicher mit dem Fahrradträger transportieren

Der nächste Urlaub ist geplant – diesmal sogar mit Fahrrädern! Sie freuen sich, aber haben gleichzeitig auch Bedenken vor der Reise mit Fahrradträger und Auto: wird der Träger halten? Habe ich alles richtig montiert? Hoffentlich hält mich die Polizei nicht an! In der Tat unterliegt die Fahrt mit einem Autofahrradträger gesetzlichen Bestimmungen, welche bei Verstoß mit einem saftigen Bußgeld oder gar einem Fahrverbot sanktioniert werden kann. Dieser Artikel klärt auf und bereitet Sie bestmöglich auf den großen Fahrradurlaub mit Kind und Kegel vor.

Welcher Fahrradträger ist überhaupt der richtige für mein Auto?

Auf dem Markt gibt es verschiedene Fahrradträger, die sich jeweils durch Ihre Vor- und Nachteile auszeichnen. Hier muss man für sich selbst entscheiden, welche Eigenschaften einem wichtig sind: wie viel Kilogramm kann ich mit meiner Anhängerkupplung transportieren? Will ich eine freie Sicht durch das Heckfenster haben? Darf mein Fahrzeug eine bestimmte Höhe nicht überschreiten?

Zudem wird die Wahl des richtigen Fahrradträgertyps durch weitere Faktoren bestimmt:

  • der Fahrzeugtyp
  • die Art des Fahrrads: normales Fahrrad oder E-Bike
  • die Anzahl der Fahrräder
  • das verfügbare Budget

Fahrradträger für die Anhängerkupplung – max. Stützlast einhalten

Die beliebteste Möglichkeit, um Fahrräder mit dem Auto zu transportieren, ist der Fahrradträger für die Anhängerkupplung (AHK) – vorzugsweise ein Universal-Fahrradträger, der sich für mehrere AHK-Modelle eignet. Der Kupplungsträger bietet Platz für bis zu vier Räder, aber prüfen Sie vorher, ob die maximal zulässige Stützlast dieses Gewicht überhaupt aushält.

Die tatsächliche Stützlast definiert sich über das Gewicht, das auf dem Kugelkopf der Anhängerkupplung aufliegt. Wird das in § 44 der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) definierte Stützgewicht überschritten, dann kann man je nach Schwere mit einem Bußgeld von bis zu 60€ sowie einem Punkt in Flensburg rechnen. Im schlimmsten Falle reißt die AHK auf der Autobahn bei voller Fahrt ab – das kann einen schwerwiegenden Verkehrsunfall nach sich ziehen. Hier muss je nach Ausmaß mit weitreichenden Konsequenzen wie Fahrverbot oder schlimmeren gerechnet werden.

Ebenfalls sollte man sich an § 22 der StVZO halten. Dieser Paragraph regelt die Maximalmaße sowie weitere Aspekte. Hier ein für den Anhängerkupplung-Fahrradträger relevanter Auszug:

  • Fahrzeug & Ladung dürfen zusammen nicht breiter als 2,55 m sein
  • Fahrzeug & Ladung dürfen zusammen nicht höher als 4 m sein
  • Die Ladung darf nicht verrutschen, umfallen oder Lärm erzeugen

In der Regel sind die im Handel erhältlichen Fahrradträger für die Anhängerkupplung mit Lichtanlagen ausgestattet. Dennoch sollte man vor Abreise die korrekte Funktion der lichttechnischen Einrichtungen gemäß § 49a StVZO überprüfen.

E-Bikes sind schwerer als normale Fahrräder. Wenn man vorhat mit Elektrofahrrädern in den Urlaub zu fahren, dann sollte man vor dem Kauf der Elektroräder prüfen, ob die eigene Anhängerkupplung dieser Belastung Stand halten kann.

Einige Länder haben spezifische Vorschriften bezüglich der Ladungssicherung. Beispielsweise muss man in Italien seinen Fahrradträger, der weiter als 3/10 der Fahrzeuglänge nach hinten hinausragt, mit einer 50 x 50cm großen Warntafel gesichert werden. Über länderspezifische Regelungen sollte man sich idealerweise im Vornherein schlau machen, z.B. beim ADAC.

Dachfahrradträger – Höhenbeschränkung und erhöhter Spritverbrauch

Fahrradträger können auch auf dem Auto-Dach transportiert werden. Bei dieser Variante sollte man ebenfalls den § 22 der StVZO mit seiner definierten Höhenbeschränkung im Hinterkopf behalten, wenn man mit einem Dachfahrradträger unterwegs ist. Die Einhaltung der Maximalhöhe dient nicht nur der Umgehung von potentiellen Bußgeldern, sondern sie spielt auch im Kontext höhenbeschränkter Parkhäuser oder Tiefgaragen eine wichtige Rolle.

Des Weiteren muss die zulässige Maximal-Dachlast eingehalten werden, also das Gewicht, was auf dem Fahrzeugdach aufliegt. Diese fahrzeugspezifische Gewichtsangabe findet man in der Betriebsanleitung des Autoherstellers. Bedenken Sie, dass der Dachträger (das Tragemodul des Autodachträgers) ebenfalls mit in die Gesamtdachlast miteinfließt.

Der Fahrradtransport auf dem Dach wirkt sich negativ auf die Aerodynamik aus, denn der erhöhte Luftwiderstand treibt den Kraftstoffverbrauch in die Höhe. Um die entgegengesetzte Windkraft zu kompensieren muss ein KFZ bei 120 km/h zwei Drittel seiner Energie allein dafür aufwenden. Diesen teuren Mehrverbrauch könnte man im Urlaub besser in einen Restaurant-Besuch oder in andere Annehmlichkeiten investieren.

Dachaufbauten verändern das Fahrverhalten. Aufgrund der Schwerpunkt-Erhöhung sollte man vor allem in Kurven Acht geben. Andreas Rigling, Testingenieur von ADAC, empfiehlt, die Schraubverbindungen und Halterungen auf langen Strecken zwischendurch zu kontrollieren. Weiter fügt er an, dass man mit einem Fahrradträger nie schneller als 130 km/h fahren sollte, obwohl es keine offizielle Geschwindigkeitsbegrenzung gibt.

ABE Zulassung für Fahrradträger

Hinsichtlich der ABE- (allgemein Betriebserlaubnis) Eintragung muss zwischen den verschiedenen Fahrradträger-Typen unterschieden werden. Fahrradträger für die Heckklappe (Heckklappenträger) werden rechtlich gesehen anders behandelt als Kupplungsträger.

Man sollte hier kein Risiko eingehen. Um sicherzustellen, dass die fehlende ABE in einer Polizeikontrolle nicht zum Verhängnis wird, sollte man mit seinem Fahrzeug inkl. Fahrradträger vor Reiseantritt beim TÜV vorstellig werden. Das gilt vor allem dann, wenn eigenhändig Umbaumaßnahmen am Träger vorgenommen worden sind.

Fahrräder auf dem Anhänger transportieren

Der Fahrradträger für den Anhänger eignet sich vor allem für Großfamilien bzw. für den Transport von mehreren Fahrrädern – Spezialanhänger bieten Platz für bis zu 16 Fahrräder.

Gegebenenfalls wird für das Führen eines Fahrzeugs mit Fahrradanhänger die Führerscheinklasse BE benötigt, in einigen Fällen reicht aber auch die Klasse B aus. Ein Blick in die einzelnen Führerscheinklassen gibt Ihnen Auskunft darüber, ob Sie für Ihr Gespann einen Anhängerführerschein benötigen.

Zusätzlich sollten Sie die zulässige Anhängelast (Zuglast) und natürlich die Stützlast im Auge behalten. Die Anhängelast definiert sich über die tatsächliche Masse des Anhängers, die hinter einem KFZ gezogen wird. Es wird unterschieden zwischen ungebremste und gebremste Anhänger. Die zulässige Anhängelast ist im jeweiligen Fahrzeugschein aufgeführt. Alternativ stellt der ADAC hier eine Liste bereit.

Die Anhängerkupplung wirkt sich ebenfalls limitierend auf die Anhängelast aus – nicht jede Anhängerkupplung kann gleich viel Gewicht ziehen. Die maximal zulässige Anhängelast der AHK findet man in der Betriebsanleitung.

Tipps beachten und sicher am Reiseziel ankommen

Wenn Sie die hier aufgeführten StVZO-Paragraphen einhalten, sollte Sie sicher an Ihr Reiseziel ankommen. Alle hier aufgeführten Paragraphen der StVZO sind allgemeingültig für jeden Fahrradträger-Typ.

Zusätzlich sollte man sich beim Montieren des Fahrradträgers an die Einbauanleitung des Herstellers halten. Zur Sicherheit empfiehlt sich eine Inspektion beim TÜV vor Reiseanatritt, um etwaige Mängel zu beseitigen.

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