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Venedig gleicht einer Geisterstadt – die Natur erholt sich

WELT-Logo WELT 20.03.2020
Venedig ist menschenleer. Das Coronavirus hat die italienische Stadt zum Erliegen gebracht. Für die berühmten Kanäle Venedigs hat das positive Folgen. Manche wollen sogar Delfine gesehen haben. Quelle: WELT © pa/NurPhoto/Giacomo Cosua Venedig ist menschenleer. Das Coronavirus hat die italienische Stadt zum Erliegen gebracht. Für die berühmten Kanäle Venedigs hat das positive Folgen. Manche wollen sogar Delfine gesehen haben. Quelle: WELT

Seit ein paar Tagen gleicht Venedig einer Geisterstadt. Nachdem Italiens Ministerpräsident Giuseppe Conte die Lombardei und 14 weitere Gebiete vor gut einer Woche zu Sperrzonen erklärte, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen, steht auch die sonst das ganze Jahr von Touristen überlaufene Innenstadt unter Quarantäne und ist deshalb fast menschenleer.

So schmerzhaft die ausbleibenden Einnahmen für alle vom Tourismus abhängigen Wirtschaftszweige sind (jährlich kommen normalerweise rund 30 Millionen Touristen), gibt es offenbar auch einen positiven Aspekt für die Lagunenstadt im Norden Italiens. Das sonst immer stark eingetrübte Wasser in den Kanälen ist jetzt kristallklar und sauber wie nie zuvor.

Viele Fotos und Videos in den sozialen Netzwerken wie in der Facebook-Gruppe „Venezia Pulita“ (“sauberes Venedig“) bilden diese erfreuliche Nebenwirkung ab. Auf einigen sind sogar kleine Fischschwärme erkennbar. Ein Venezianer schreibt: „Die Natur holt sich zurück, was ihr gehört.“

„Das Wasser sieht jetzt klarer aus, weil in den Kanälen weniger Verkehr herrscht und die Sedimente dadurch am Boden bleiben“, sagte ein Stadtsprecher dem Nachrichtensender CNN. Mehr Schiffsverkehr bringe auch mehr Sedimente an die Oberfläche. Ob sich auch die Wasserqualität verbessert habe, konnte er nicht sagen. Definitiv besser geworden sei aber die Luftqualität.

Italien ist in Europa das am stärksten von der Corona-Pandemie betroffene Land. Mittlerweile (Stand Mittwochnachmittag) sind über 31.000 Personen infiziert, rund 2500 starben. Das öffentliche Leben im Land ist weitgehend zum Erliegen gekommen.

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