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Wie sicher sind aktuell Reisen nach Ägypten?

TRAVELBOOK-Logo TRAVELBOOK 14.02.2019 TRAVELBOOK

ägypten, hurghada, terror-attacke © Getty Images ägypten, hurghada, terror-attacke

Ägypten erlebt als Reiseland einen Aufschwung, die Zahl der Buchungen legte wieder deutlich zu. Doch jetzt hat das Auswärtige Amt die Risikolagebewertung angepasst. Was müssen Reisende beachten?

In den letzten Monaten waren die Deutschen wieder verstärkt nach Ägypten gereist, die Buchung haben, auch durch neue Investitionen im Land, wieder deutlich zugenommen. Einen Rückschlag für die Tourismusbranche gab es jedoch Ende Dezember 2018, als bei einem Bombenanschlag mehrere ausländische Urlauber in einem Reisebus getötet und viele verletzt wurden.

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Das rät das Auswärtige Amt

Am Donnerstag hat das Auswärtige Amt seine Sicherheitshinweise für Ägypten aktualisiert. Konkret heißt es dort: „Es besteht landesweit weiterhin ein erhöhtes Risiko terroristischer Anschläge. Diese können sich auch gegen ausländische Ziele und Staatsbürger richten.“ Das Auswärtige Amt rät zu genereller Vorsicht im Land, einschließlich der Touristengebiete am Roten Meer.

Ausdrücklich wird darüber hinaus vor Reisen auf die Sinai-Halbinsel und ins ägyptisch-israelische Grenzgebiet gewarnt. Dringend abgeraten wird auch von Busfahrten im Großraum Sharm el-Sheikh und gänzlich von Fahrten zum Berg Sinai und dem Katharinenkloster.

Wie sicher ist Ägypten als Reiseziel jetzt noch?

TRAVELBOOK fragte nach bei Reisesicherheits-Experte Sven Leidel, Autor des Handbuchs Reisesicherheit. Leidel: „Persönlich würde ich derzeit nicht nach Ägypten reisen, es sei denn, es ist aus welchen Gründen auch immer wirklich zwingend erforderlich.“

Wie sollten sich Touristen im Land jetzt verhalten?

Leidel: „Grundsätzlich würde ich westliche Hotelketten mit hohen Sicherheitsstandards bevorzugen und dann vermutlich auch komplett in der (bewachten und gesicherten) Hotelanlage verbleiben. Auf Ausflüge oder Aktivitäten außerhalb der Hotelanlage würde ich eigentlich momentan gänzlich verzichten.“

Sollte es unverzichtbar sein und man müsse die gesicherte Hotelanlage doch verlassen, dann empfiehlt der Experte das so genannte „Low Profile“: „Man versucht, soweit es überhaupt möglich ist, nach außen hin so unauffällig wie irgendwie möglich zu agieren. Man sollte auch keine Wertsachen zur Schau stellen und keine teuren Markenklamotten tragen.“ Zudem rät Leidel, Themen wie Religion und Politik als Gesprächsinhalte mit Locals grundsätzlich zu vermeiden. „Hierzu sollte man keine Diskussionen starten.“

Leidel berichtet, dass ein Branchenkollege erst kürzlich im Januar mit seiner Frau Urlaub in Ägypten gemacht und auch vor Ort an einem Ausflug teilgenommen habe. „Allerdings waren die ganze Zeit bewaffnete Sicherheitskräfte in Zusatzfahrzeugen mit dabei, die den Bus mit Touristen begleitet haben. Für mich stellt sich in der Tat die Frage, ob das für mich wirklich ein schöner Urlaub wäre. Das muss glaube ich jeder für sich selbst beantworten.“

Wie reagieren derzeit die Touristen?

Der Reisekonzern Tui hat nach dem Anschlag Ende Dezember keinerlei Auswirkungen auf das Buchungsverhalten bemerkt. „Die Nachfrage nach Reisen nach Ägypten ist ungebrochen, das Land ist ein Aufsteigerreiseziel sowohl jetzt im Winter, als auch im Sommer“, sagt Sprecherin Susanne Stünckel zu TRAVELBOOK. Nach dem Anschlag im Dezember habe es keine Rückreisewünsche gegeben.

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