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0:1 in Borissow: Köln immer tiefer in der Krise

AFP-LogoAFP 19.10.2017 Von Andreas ASEN
Köln kassiert dritte Niederlage im dritten Gruppenspiel © Bereitgestellt von AFP Köln kassiert dritte Niederlage im dritten Gruppenspiel

Wieder ordentlich gespielt - und wieder verloren: Auch in der Europa League hat der 1. FC Köln einen Befreiungsschlag verpasst und steht nach dem unglücklichen 0:1 (0:0) beim weißrussischen Meister BATE Borissow und der dritten Niederlage im dritten Gruppenspiel kurz vor dem Aus im Europapokal. 

Schlimmer noch: Vor dem so wichtigen Bundesliga-Spiel gegen Werder Bremen am Sonntag (13.30 Uhr/Eurosport Player) offenbarte die Mannschaft von Trainer Peter Stöger erneut ihre großen Schwächen in der Offensive und bei der Chancenverwertung. Ganz anders die Weißrussen: Aleksej Rios (55.) nutzte gleich die erste Möglichkeit der Gastgeber zum 1:0.

Dabei hatte Stöger im Training zu außergewöhnlichen Maßnahmen gegriffen, um die Blockade seiner Profis zu lösen. Dort ließ der Österreicher seine Jungs mit Bällen in den verschiedensten Formen arbeiten. Einer war dreieckig, der andere erinnerte an eine Bohne. Die unförmigen Bälle sollten die Handlungsschnelligkeit und Konzentration der Spieler fördern, sie sollten dabei helfen, das Unwahrscheinliche zu erwarten.

Die Maßnahme schien zunächst aufzugehen. Der FC begann wie zuletzt ordentlich und hatte das Spiel gegen biedere Weißrussen im Griff. Auch der kurzfristige Ausfall von Kapitän Matthias Lehmann, der von Salih Özcan ersetzt wurde, fiel nicht weiter ins Gewicht.

BATE zog sich weit zurück und stellte den FC mit einer dichten Defensive vor eine schwierige Aufgabe. Um den Abwehrriegel der Gastgeber zu knacken, fehlte es den Kölnern oft an Tempo und Ideen. Erst eine starke Einzelleistung von Pawel Olkowski brachte Gefahr, Simon Zoller scheiterte aber nach einer Flanke des Polen per Kopf (32.) an Denis Scherbitsky.

Borissow, das zu Hause im Oktober 2012 bereits in der Champions League den FC Bayern geschlagen hatte, stellte den Spielverlauf mit dem Führungstreffer auf den Kopf. Die Situation schien bereits bereinigt, doch Rios profitierte von einem kollektiven Aussetzer der FC-Defensive und schloss zum 1:0 ab.

Stöger reagierte, er brachte Leonardo Bittencourt und Sehrou Guirassy, um die Offensive zu stärken. Insbesondere Flügelspieler Bittencourt sorgte auch für Gefahr - im Zentrum fehlte aber oft ein Abnehmer. Einer wie Jhon Cordoba, der jedoch weiterhin verletzt ausfällt. Oder Claudio Pizarro, der in der Europa League allerdings nicht spielberechtigt ist.

So rannte der FC zwar an, es fehlte aber weiterhin eine zündende Idee. Weil aber auch Borissow die zahlreichen Kontermöglichkeiten in den nun immer größer werdenden Räumen nicht nutzte, drängte Köln bis zum Schluss auf den Treffer.

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