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Alles, nur nicht Flughafen BER – Bayern landen lieber in der Provinz

WELT-Logo WELT 23.01.2022 David Verhoff
Das Team des FC Bayern landete in Schönhagen Quelle: UEFA via Getty Images/Chris Ricco - UEFA © UEFA via Getty Images/Chris Ricco - UEFA Das Team des FC Bayern landete in Schönhagen Quelle: UEFA via Getty Images/Chris Ricco - UEFA

Auf den als Chaos-Flughafen verschrienen Airport haben die Bayern keine Lust mehr. Die Münchner landeten am Samstagabend nicht auf dem Berliner Flughafen BER. Vor dem Auswärtsspiel bei Hertha BSC an diesem Sonntagabend (17.30 Uhr, im Sport-Ticker der WELT) suchten sich der Tross des Rekordmeisters stattdessen als Ziel lieber einen Flugplatz in der Provinz.

Das Team des FC Bayern landete gegen 18.10 Uhr in Schönhagen. Der Flugplatz liegt knapp 30 Kilometer südlich von Potsdam. Danach saßen die Stars noch 50 Minuten in den beiden Team-Bussen – 45 Kilometer bis zum Hotel Ritz-Carlton am Potsdamer Platz. Um dort landen zu können, ging es in zwei Propellermaschinen nach Schönhagen. Der Tross hob laut „tz“ und „Münchner Merkur“ aus Oberpfaffenhofen (südwestlich von München, nur 25 Minuten von der Säbener Straße entfernt) ab – wie zuletzt so häufig.

Luftaufnahme des Flughafens BER südlich der Stadtgrenze Berlins. Er wurde nach 14 Jahren Bauzeit im Oktober 2020 eröffnet Quelle: pa/dpa/dpa-ZB/Soeren Stache © pa/dpa/dpa-ZB/Soeren Stache Luftaufnahme des Flughafens BER südlich der Stadtgrenze Berlins. Er wurde nach 14 Jahren Bauzeit im Oktober 2020 eröffnet Quelle: pa/dpa/dpa-ZB/Soeren Stache

Hintergrund, warum die Bayern keine Lust auf den BER haben: Im Februar 2021 mussten Spieler, Trainer und Bosse dort eine Nacht im Flieger verbringen. Kurz vor dem Nacht-Abflug nach Katar zur Klub-WM hatte der Flieger der Münchener keine Starterlaubnis erhalten, nachdem die Maschine um 23.59 Uhr auf der Startbahn gestanden hatte, die Bitte um Starterlaubnis nach dem Enteisen aber erst um 0.03 Uhr eingegangen sein soll. Ursprünglich war der Abflug für 23.15 Uhr geplant. Von 0 bis 5 Uhr gilt am BER Flugverbot. Eine Ausnahmegenehmigung wurde nicht mehr erteilt.

Bayern-Bosse fühlten sich „total verarscht“

Die Folge: Die Bayern verbrachten die Nacht im Jet. Mit sieben Stunden Verspätung ging es erst nach Doha. Die Vorbereitung auf das Turnier, das das Team von Ex-Trainer Hansi Flick gewann und das Sextuple holte, war erheblich gestört. Ehrenpräsident Uli Hoeneß polterte danach im „BR“: „Ein Skandal ohne Ende!“ Ex-Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge fühlte sich „von den zuständigen Stellen bei der brandenburgischen Politik total verarscht“.

Der ehemalige Bayern-Boss sagte damals der BILD: „Die Verantwortlichen wissen gar nicht, was sie unserer Mannschaft damit angetan haben. Man hatte immer den Eindruck, in Brandenburg ist irgendeiner, der den FC Bayern nicht mag oder irgendein Problem mit dem FC Bayern hat und dementsprechend uns Hürden in den Weg gestellt hat.“ Nach so einer Chaos-Erfahrung am BER flogen die Bayern jetzt mit der Landung in der Provinzaus dem Weg.

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