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Der Sieg ist ein Befreiungsschlag für Löw

WELT-Logo WELT 25.03.2019

Der Bundestrainer benötigte nach Monaten der Kritik ein Erfolgserlebnis. Das hat Joachim Löw nun. Der Sieg von Amsterdam verschafft ihm vorerst Ruhe – seine Position ist wieder gefestigt.

24.03.2019, Niederlande, Amsterdam: Fußball: EM-Qualifikation, Niederlande - Deutschland, Gruppenphase, Gruppe C, 2. Spieltag in der Johan Cruijff ArenA. Trainer Joachim Löw (l) aus Deutschland steht neben Jürgen Klinsmann, TV-Experte von RTL, vor dem Spiel. WICHTIGER HINWEIS: Gemäß den Vorgaben der DFL Deutsche Fußball Liga bzw. des DFB Deutscher Fußball-Bund ist es untersagt, in dem Stadion und/oder vom Spiel angefertigte Fotoaufnahmen in Form von Sequenzbildern und/oder videoähnlichen Fotostrecken zu verwerten bzw. verwerten zu lassen. Foto: Federico Gambarini/dpa +++ dpa-Bildfunk +++ © dpa/Federico Gambarini 24.03.2019, Niederlande, Amsterdam: Fußball: EM-Qualifikation, Niederlande - Deutschland, Gruppenphase, Gruppe C, 2. Spieltag in der Johan Cruijff ArenA. Trainer Joachim Löw (l) aus Deutschland steht neben Jürgen Klinsmann, TV-Experte von RTL, vor dem Spiel. WICHTIGER HINWEIS: Gemäß den Vorgaben der DFL Deutsche Fußball Liga bzw. des DFB Deutscher Fußball-Bund ist es untersagt, in dem Stadion und/oder vom Spiel angefertigte Fotoaufnahmen in Form von Sequenzbildern und/oder videoähnlichen Fotostrecken zu verwerten bzw. verwerten zu lassen. Foto: Federico Gambarini/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Nicht mal ein halbes Jahr ist es her, da standen die deutschen Nationalspieler wie geprügelte Hunde auf dem Rasen der Amsterdamer Arena. Als sie in die Kurve der mitgereisten Anhänger gingen, wurden sie beschimpft und ausgepfiffen. Joachim Löw war da bereits in den Katakomben, um seine Gedanken zu sortieren. Der Bundestrainer rang nach Worten, als es später galt das 0:3-Debakel gegen die Niederlande zu erklären.

Nun, da die deutsche Nationalmannschaft am Sonntag erneut zu Gast war, da wirkte Löw nach dem Abpfiff entspannt und erleichtert. 3:2 (2:0) hatte seine Mannschaft dieses Mal bei der Elftal gewonnen, wenn auch am Ende glücklich. Aber was zählte, war der Sieg, der auch ein Sieg von Löw ist.

Monatelang stand der 59-Jährige in der Kritik. Teilweise zurecht. Denn nach einer verkorksten WM in Russland hatte er lange geschwiegen, ehe er sich erklärte. Dann zeigte er sich zu zögerlich, als es darum ging, den Umbruch, von dem er lange Zeit nur redete, auch wirklich voranzutreiben. Erst Anfang März vollzog er ihn schließlich vollends, als er die Weltmeister Müller, Boateng und Hummels aussortierte.

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Mit der Ausbootung ist Löw ins Risiko gegangen. Und fast wäre er in Amsterdam dafür auch abgestraft worden. Denn seine neu formierte Abwehr wirkte nicht immer sicher. Dafür aber war Verlass auf einen Spieler, der zuletzt schon in der Öffentlichkeit infrage gestellt geworden war - Manuel Neuer. Der Torhüter und Kapitän reagierte einige Male glänzend, hielt drei sogenannte "Unhaltbare". Neuer rechtfertigte sein Vertrauen. Und Löw darf sich bestätigt fühlen, auf ihn gesetzt zu haben.

Seine Taktik ging auf. Auch stachen seine Joker beim Sieg, dem ersten seit 23 Jahren beim Erzrivalen. Ilkay Gündogan und Marco Reus waren es, die den Treffer zum 3:2 von Nico Schulz kreierten.

Die deutsche Elf und ihr Trainer machten in Amsterdam schon viel richtig. Auf dem Weg zurück an die Weltspitze gibt es allerdings noch einiges zu tun. Doch der Erfolg gegen die Niederländer verschafft vor allem dem Bundestrainer nun erst einmal Ruhe. Nach Wochen der Kritik und des Drucks, der auf Löw lastete, war der Sieg ein Befreiungsschlag. Der Coach hat seine Position wieder gefestigt.

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