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DFB verbietet Türkgücü München Umzug nach NRW

WELT-Logo WELT 19.02.2020
Türkgücü München marschiert in der Regionalliga Bayern Richtung Aufstieg. Präsident Hasan Kivran kokettiert mit einem Umzug nach NRW, der DFB reagiert verwundert Quelle: dpa/Christian Butzhammer © dpa/Christian Butzhammer Türkgücü München marschiert in der Regionalliga Bayern Richtung Aufstieg. Präsident Hasan Kivran kokettiert mit einem Umzug nach NRW, der DFB reagiert verwundert Quelle: dpa/Christian Butzhammer

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat mit Verwunderung auf die Pläne des bayerischen Regionalligisten Türkgücü München reagiert, im Falle eines Aufstiegs nach Nordrhein-Westfalen umziehen zu wollen. „Ein solcher Umzug von Türkgücü München zum Beispiel nach Nordrhein-Westfalen ist nicht möglich“, sagte Heike Ullrich, zuständige Direktorin Vereine, Verbände und Ligen beim DFB.

Die Regularien würden zwar beinhalten, dass Ausnahmen vom Ausschuss der 3. Liga genehmigt werden könnten. Hierbei müsse aber eine räumliche Nähe zum Sitz des Klubs gewährleistet sein. „Im Fall von Türkgücü München ist Nordrhein-Westfalen sicher nicht in räumlicher Nähe“, betonte Ullrich. Sollte der Verein einen entsprechenden Antrag stellen, würde die Entscheidung formell beim Liga-Ausschuss liegen.

In der Frage, was bei Ausweichstandorten für eine komplette Saison sportrechtlich möglich ist und was nicht, liegt in der 3. Liga mit dem KFC Uerdingen bereits ein Präzedenzfall vor. Im Zuge des Aufstiegs aus der Regionalliga West in der Saison 2017/2018 musste der KFC eine alternative Spielstätte suchen, weil das heimische Grotenburg-Stadion in Krefeld bis heute nicht die Anforderungen für den Profifußball erfüllt. Der Klub trug seine Heimspiele daraufhin im wenige Kilometer entfernten Düsseldorf aus.

Aussagen des Präsidenten irritieren

Türkgücüs Präsident Hasan Kivran hatte den Plan publik gemacht, Heimspiele im Falle des Aufstiegs im Westen Deutschlands auszutragen. „Dort hätten wir wahrscheinlich mehr Zuschauer, weil es auch mehr Derbys gäbe“, sagte Kivran in der „Süddeutschen Zeitung“.

Das Grünwalder Stadion kann kaum drei Klubs aus einer Liga beherbergen Quelle: Bongarts/Getty Images/Johannes Simon © Bongarts/Getty Images/Johannes Simon Das Grünwalder Stadion kann kaum drei Klubs aus einer Liga beherbergen Quelle: Bongarts/Getty Images/Johannes Simon

Die Stadionfrage stellt sich in München, weil gleich drei Mannschaften in der 3. Liga im Stadion an der Grünwalder Straße spielen würden. Zwar machen das der TSV 1860, der FC Bayern II und eben auch Viertligist Türkgücü schon in der laufenden Halbserie. Für die 3. Liga wird das aber von Verbandsseite als nicht umsetzbar eingestuft.

Türkgücü München, das über kein eigenes Stadion verfügt, würde durch einen Umzug einen Engpass umgehen. „Ich weiß, dass wir in München stören. Hier braucht keiner einen dritten Profiverein“, sagte Kivran. Die Stadt München betonte, dass alle Vereine gleich behandelt würden. Daher könne man diese Aussage von Kivran „nicht nachvollziehen“. In der Stadionfrage sei man in intensiven und konstruktiven Gesprächen.

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