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FC Bayern: Die fünf heißesten Stammplatz-Duelle der Rückrunde

SPOX.com-Logo SPOX.com 18.01.2019 SPOX
Beim FC Bayern ist der Kampf um die Stammplätze voll entbrannt. © SPOX Beim FC Bayern ist der Kampf um die Stammplätze voll entbrannt.

Vor dem Start in die Bundesliga-Rückrunde bei der TSG Hoffenheim (Freitag ab 20.30 Uhr im LIVETICKER) bekräftigt Bayern Münchens Trainer Niko Kovac, seinem vor Jahresende ausgerufenen Rotationsstopp treu bleiben zu wollen. Das heißt allerdings nicht, dass sich die Elf des BVB-Jägers bis zum Saisonende von allein aufstellt.

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Den Eindrücken aus der Hinrunde und der Vorbereitung in Katar zufolge sind mit Manuel Neuer, Joshua Kimmich, Niklas Süle, David Alaba, Thiago und Robert Lewandowski "nur" sechs Akteure gesetzt. Kimmich fühlt sich im defensiven Mittelfeld zwar am wohlsten, ist aber als Rechtsverteidiger vorgesehen, falls sich abgesehen auf den bis Mitte März nicht zur Verfügung stehenden Corentin Tolisso kein weiterer Mittelfeld-Star ins Münchner Lazarett gesellt.

Mehr: Salihamidzic kündigt weitere Neuzugänge an | FCB: So stehen Davies' Chancen auf Einsätze | Bayern-Star rät Hudson-Odoi zu Wechsel

Im Regelfall muss Kovac also einen Platz in der Innenverteidigung und zwei Plätze im Mittelfeld sowie die beiden Außenbahnen besetzen. Der Coach des Rekordmeisters hat die Qual der Wahl. SPOX analysiert die internen Bayern-Duelle, auf die es in der Rückrunde besonders ankommen wird.

Innenverteidigung: Jerome Boateng vs. Mats Hummels

Der junge, voll im Saft stehende Süle (23) ist nach einer starken Halbserie unter Kovac nicht mehr aus dem bayerischen Abwehrzentrum wegzudenken. Da die Routiniers Boateng und Hummels (beide 30) deutlich an Geschwindigkeit verloren und an Verletzungsanfälligkeit gewonnen haben, kann in der aktuellen Konstellation eigentlich nur einer der 2014er-Weltmeister von Anfang an spielen. Bislang scheint Boateng die Nase vorne zu haben, ließ ihn Kovac während des Trainingslagers in Doha doch fast ausschließlich als Bestandteil der A-Elf an der Seite von Süle üben, während Hummels überwiegend das Leibchen der Ersatzspieler in die Hand gedrückt bekam.

Je nach Form und Fitness kann sich das aber auch schnell wieder ändern. Hummels entschied sich nach einem Gespräch mit Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge und Sportdirektor Hasan Salihamidzic vor Weihnachten bewusst gegen einen Wechsel nach England und ging vor allem in Doha engagiert statt frustriert zu Werke, was den Verantwortlichen sehr imponierte. "Wir sind nach wie vor von seinen Qualitäten überzeugt", beteuerte Salihamidzic zuletzt. Kovac gab sich bei der Pressekonferenz vor dem Rückrunden-Auftakt in Sinsheim diplomatisch: "Ich habe drei Top-Innenverteidiger. Eigentlich müsste ich alle drei spielen lassen."

Kategorie (nur Bundesliga 2018/19)BoatengHummels
Einsatzminuten990696
Gewonnene Zweikämpfe71,4 %62,8 %
Erfolgreiche Pässe87,8 %89,4 %
Erfolgreiche Tacklings70,6 %42,8 %
Spiele ohne Gegentor34

Defensives Mittelfeld: Leon Goretzka vs. Javi Martinez

Goretzka (23) bestach in seinen ersten Monaten als Bayern-Spieler durch seinen Arbeitseifer und seine Variabilität. Besonders profitierte er von der Systemumstellung vom 4-1-2-3 auf das 4-2-3-1, die entscheidend zur Überwindung der Krise im Spätherbst beitrug. Dabei verdrängte der Nationalspieler den sieben Jahre älteren Martinez von einer der beiden Sechser-Positionen, versprühte neben defensiver Stabilität gleichzeitig Kreativität im Spiel mit dem Ball. Allerdings verpasste er den Hinrunden-Abschluss bei Eintracht Frankfurt. Martinez rutschte für ihn in die Mannschaft und nutzte beim 3:0-Sieg seine Chance. "Javi hat in Frankfurt ein sehr gutes Spiel gemacht", befand Kovac, "er wird in den nächsten Wochen sicherlich zu Einsätzen kommen, das ist gar kein Thema."

Diashow: Braucht Bayern Rabiot? Kovacs Mittelfeld im Check

Auch wenn Kovac ein Faible für Goretzka hat: Arbeitet Martinez so weiter wie in den vergangenen Wochen, läuft alles auf ein packendes Kopf-an-Kopf-Rennen um den Platz neben Denker und Lenker Thiago (27) hinaus. Und selbst wenn Thiago wie in der Hinrunde einmal länger ausfallen sollte, würde sich Goretzka und Martinez keine Chance zum Verschnaufen bieten. Schließlich steht Kovac in Kimmich eine weitere qualitativ hochwertige Alternative fürs Mittelfeld zur Verfügung. Und: Renato Sanches (21) hat ganz nebenbei angekündigt, in der zweiten Saisonhälfte endlich den Durchbruch in München schaffen zu wollen.

Kategorie (nur Bundesliga 2018/19)GoretzkaMartinez
Einsatzminuten937640
Gewonnene Zweikämpfe52,4 %58.3 %
Erfolgreiche Pässe86,6 %86,1 %
Erfolgreiche Tacklings57,9 %61,5 %
Spiele ohne Gegentor41

Offensives Mittelfeld: Thomas Müller vs. James Rodriguez

Das 4-2-3-1 lässt - wie unter Jupp Heynckes - eine Art Zehner im System von Kovac zu, dessen Hauptaufgabe darin liegt, den letzten oder vorletzten Pass in die Spitze zu spielen. Müller (29) interpretierte diese Rolle gerade im Dezember ordentlich, hatte aber auch keine Konkurrenz. Anders als im neuen Jahr, denn James (27) ist nach seiner überstandenen Knieverletzung zurück und brennt darauf, in seinem - Stand jetzt - letzten halben Jahr in München positiv für Furore zu sorgen wie unter Heynckes. "James spielt natürlich um seine Zukunft. Jeder, der einen Arbeitsvertrag bei seinem Klub haben will, muss seine Leistung zeigen. Und dass er das tut, davon bin ich überzeugt", sagte Kovac über den ausgeliehenen Spielmacher von Real Madrid.

Müller macht es James, der in der Vorsaison mit acht Toren und 14 Vorlagen geglänzt hatte, allerdings nicht leicht. Das Eigengewächs hinterließ in der brütenden Hitze von Katar einen ebenso motivierten und griffigen Eindruck wie der Kolumbianer. Gut für James: In den so wichtigen Begegnungen mit dem FC Liverpool im Champions-League-Achtelfinale fehlt Müller gesperrt. Es ist die große Chance für den Linksfuß, sich auf der großen Fußballbühne zurückzumelden und bei den Bayern einen Platz über die laufende Saison hinaus zu erspielen.

Kategorie (nur Bundesliga 2018/19)MüllerJames
Einsatzminuten1233472
Torbeteiligungen73
Kreierte Großchancen50
Erfolgreiche Pässe73,9 %87,4 %
Gewonnene Zweikämpfe47,6 %50 %

Rechter Flügel: Serge Gnabry vs. Arjen Robben

Gnabry (23) hat sich nach anfänglichen Schwierigkeiten in die erste Kovac-Elf gespielt und die Hinrunde mit sieben Pflichtspiel-Torbeteiligungen abgeschlossen. Solange Vollblutprofi Robben (34) aber noch in München weilt, wird er sich nicht mit der Bank zufriedengeben, sondern reinhängen, um in den ganz großen Partien von Anfang an dabei zu sein. Der Wembley-Held, der in dieser Spielzeit ebenfalls auf sieben Torbeteiligungen kommt, will sich durch die ganz große Tür verabschieden.

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In den ersten Wochen der Rückrunde kann sich Gnabry seines Platzes aber sicher sein. Grund: Robben hat nach wie vor mit Oberschenkelproblemen zu kämpfen. Am Donnerstag verpasste er erneut das Mannschaftstraining. Schon im Wüstenstaat hatte er keine einzige Einheit mit seinen Teamkollegen absolviert. Nicht auszuschließen, dass der kanadische Neuzugang Alphonso Davies dem niederländischen Altmeister in den nächsten Wochen sogar noch den Rang abläuft. Davies zeigte zumindest beim Telekom Cup in Düsseldorf ordentliche Ansätze. Zudem ist eine sofortige Verpflichtung von Callum Hudson-Odoi weiterhin ein Thema an der Säbener Straße. Hudson-Odoi ist auf beiden Außenbahnen einsetzbar, zuletzt spielte er aber häufiger rechts.

Kategorie (nur Bundesliga 2018/19)GnabryRobben
Einsatzminuten762538
Torbeteiligungen63
Kreierte Großchancen62
Erfolgreiche Pässe83,5 %80,1 %
Gewonnene Zweikämpfe41,4 %40,8 %

Linker Flügel: Kingsley Coman vs. Franck Ribery

Gleiches wie für Robben gilt für Ribery (35): Der Franzose will erst recht nach der aberwitzigen Goldsteak-Affäre angemessen "Adieu" sagen. Dass er immer noch eine große Hilfe sein kann, stellte er im Dezember unter Beweis, als er sowohl gegen RB Leipzig als auch gegen Eintracht Frankfurt zum Matchwinner avancierte. Momentan muss er sich wegen einer Muskelverletzung im Oberschenkel jedoch hinten anstellen.

Sein Landsmann Coman (22) dürfte aber auch abgesehen davon die Nase vor ihm haben. Die Bosse sehen ihn als Flügelspieler Nummer eins, als ersten "Robbery"-Erben. Comans größtes Problem ist sein Körper. Er muss fit bleiben, um zur dauerhaften Option auf dem linken Flügel zu werden. Kovac sagte kürzlich nicht zu Unrecht: "Kingsleys Ausfall zu Beginn der Saison hat uns sehr getroffen. Wenn er dabei gewesen wäre, hätten wir jetzt vielleicht weniger Rückstand oder Vorsprung."

Kategorie (nur Bundesliga 2018/19)ComanRibery
Einsatzminuten259883
Torbeteiligungen04
Kreierte Großchancen11
Erfolgreiche Pässe83 %81,5 %
Gewonnene Zweikämpfe53,2 %39,2 %

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