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FC Bayern München - Thomas Müllers historischer Nachmittag: Zwei Rekorde vor den Augen Coutinhos

SPOX.com-Logo SPOX.com 17.02.2020 SPOX

Thomas Müller machte beim 4:1-Sieg des FC Bayern München beim 1. FC Köln womöglich sein bestes Spiel unter Trainer Hansi Flick - und stellte dank zweier Assists gleich zwei Rekorde auf. Sein Kontrahent Philippe Coutinho saß unterdessen 90 Minuten lang auf der Bank.

Thomas Müller gelangen in den ersten fünf Minuten des Spiels beim 1. FC Köln zwei Assists. © Getty Thomas Müller gelangen in den ersten fünf Minuten des Spiels beim 1. FC Köln zwei Assists.

Thomas Müller ist bekanntlich und vielleicht mehr als jeder andere Spieler dieses Planeten ein Trainer-Spieler. Ein neuer Trainer des FC Bayern muss sich relativ bald und ganz zwangsläufig die Müller-Frage stellen. Voll auf ihn und seine bisweilen genialen Laufwege setzen? Oder nicht und auf seine bisweilen auch fragwürdigen Laufwege verzichten?

Mehr: Neuer: "In der Kabine ärgert man sich" | Bayern hadert trotz Superstart: "Hätten zehn Tore schießen können"

Unter Louis van Gaal spielte Müller immer; Jupp Heynckes mochte ihn, genau wie er aber jeden anderen auch mochte; die Beziehung mit Pep Guardiola war schwierig, dieser erdreistete sich sogar, Müller beim Champions-League-Halbfinal-Hinspiel bei Atletico Madrid 2016 nur auf die Bank zu setzen; an Carlo Ancelottis Rauswurf soll Müller entscheidend beteiligt gewesen sein; und Niko Kovac verärgerte ihn zeitweise so sehr, dass sogar seine Frau Lisa eingreifen musste.

Wer denn sein Lieblingstrainer sei, wurde Müller neulich gefragt und er sagte: "Am meisten Spaß und Gaudi hatte ich auf die Jahre gesehen mit Hermann Gerland." Der Tiger also. Er hatte ihn einst bei den Amateuren in der 3. Liga gefördert und dann immer wieder und auch aktuell als Co-Trainer der Profis mit ihm zu tun. Dicht hinter Gerland kommt in Müllers Trainer-Ranking aber wohl Gerlands aktueller Chef: Hansi Flick. Selten war Müller so wichtig und unumstritten wie derzeit mit seinen 30 Jahren.

Thomas Müllers Assists mit historischem Ausmaß

Flick beantwortete die Müller-Frage gleich bei seiner ersten Pre-Match-Pressekonferenz, Anfang November vor dem Champions-League-Spiel gegen Olympiakos Piräus war das. "Javi Martinez und Thomas Müller werden spielen. Mehr will ich noch nicht verraten", sagte er. Seitdem vergingen 16 Pflichtspiele, Müller kam in jedem einzelnen zum Einsatz und blieb nur viermal ohne Scorerpunkt. Insgesamt gelangen ihm acht Tore und elf Assists.

Beim 4:1-Sieg beim 1. FC Köln am Sonntag steuerte Müller erneut zwei Assists bei, was historisches Ausmaß hatte. Er erhöhte seine Assistausbeute in der laufenden Bundesligasaison auf 14, womit er einerseits seinen persönlichen Rekord aus der Saison 2017/18 ein- und andererseits einen neuen Bundesligarekord aufstellte. Niemals gelangen einem Spieler bis zu diesem Zeitpunkt einer Saison mehr Vorlagen.

Dieses Spiel in Köln war überhaupt Müllers bisher womöglich bestes unter Flick. Bei den bisherigen Rückrundenspielen war er noch über seine eher ungeliebte rechte Seite gekommen, ob der Startelf-Rückkehr des Flügelspielers Kingsley Coman durfte er diesmal in der Mitte starten. Dort, wo er sich am wohlsten fühlt, wo er sich direkt perfekt einfügte, wo er um Sturmspitze Robert Lewandowski herumschlich.

Thomas Müller: "Die Jungs haben mich gefunden"

Mit zwei überlegten Pässen auf Lewandowski und Coman - jeweils mit der ersten Berührung -, bereitete er innerhalb der ersten fünf Minuten zwei Treffer vor. Dass es nicht noch mehr Torvorlagen wurden, lag an Serge Gnabry und Coman, die nach weiteren starken Müller-Pässen Großchancen vergaben. Selbst kam Müller viermal zum Abschluss, seine 72 Ballaktionen waren die meisten aller Offensivspieler des FC Bayern.

"Die Jungs haben mich gefunden in den Räumen, in denen ich mich bewegt habe", sagte Müller. "Und es ist bekannt, dass ich ein Auge für meinen Nebenmann habe." Kapitän Manuel Neuer lobte Müllers "Riecher" und sagte: "Er weiß einfach, wann er sich wie entscheiden muss."

Durchaus bemerkenswert war die Analyse von Kölns Mark Uth, der stets das Gefühl hatte, dass der FC Bayern "im Mittelfeld zwei Mann Überzahl hatte". Warum? "Unser Problem war, dass sich Gnabry und Müller fallen gelassen haben", sagte Uth. "Die Jungs konnten dann aufdrehen und auf unsere Kette zudribbeln." Zudribbeln und letztlich treffen.

Was Müllers Aufschwung für Coutinho bedeutet

"Auf dem Platz hat es sich super angefühlt. Es war zum mit der Zunge schnalzen", sagte Müller. "Ich habe uns selten so spielfreudig gesehen." Genau wie die Mannschaft vor der Pause mit einem überragenden Müller überzeugte, ließ sie nach der Pause mit einem etwas weniger überragenden Müller aber etwas nach. Die Mannschaft wie ihr Spielmacher.

Während aber ihr eigentlicher Spielmacher, im Sommer unter großem Trubel für mehr Spielfreude verpflichtet, gar nicht zum Einsatz kam: Philippe Coutinho. Gegen Köln saß er unter Flick erst zum zweiten Mal 90 Minuten lang nur auf der Bank, schon bei den vergangenen drei Bundesligaspielen wurde er lediglich eingewechselt.

"Wir wissen, was er kann, aber er braucht ein Erfolgserlebnis", hatte Sportdirektor Hasan Salihamidzic nach dem 0:0 am vergangenen Wochenende gegen RB Leipzig gesagt. Mit einem in der Mitte so gut aufgelegten Müller wie aktuell sind die Grundvoraussetzungen für Erfolgserlebnisse des bis Sommer ausgeliehenen Coutinho aber schwer umsetzbar: Einsatzchancen.

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