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Fortuna verabschiedet sich mit großen Emotionen

RP ONLINE-Logo RP ONLINE 18.05.2019 RP ONLINE

Düsseldorf. Nach dem 2:1 der Fortuna gegen Hannover 96 geht fast keiner der Düsseldorfer Zuschauer sofort nach Hause. Mehr als 40.000 Fans feiern die Mannschaft und nehmen mit tosendem Applaus Abschied von den Profis, die den Verein verlassen.

 Dodi Lukebakio mit seinem Abschiedsbild. © Bernd Thissen Dodi Lukebakio mit seinem Abschiedsbild.

Am Ende machen die Bilder den Unterschied. Jaroslav Drobny, Takashi Usami und Dodi Lukebakio erhalten je eines, das sie in einer Aktion im Fortuna-Trikot zeigt – Marcin Kaminski, Dawid Kownacki und Markus Suttner bekommen keins. „Das ist wie bei Germany’s next Topmodel“, erklärt Lutz Pfannenstiel hinterher. „Die, die Bilder kriegen, kommen zurück. Bei uns ist es eben umgekehrt.“ Im Klartext: Die Düsseldorfer machen sich Hoffnungen, die bislang nur ausgeliehenen Kaminski, Suttner und vor allem Kownacki fest zu verpflichten.

Es ist vielleicht die wichtigste Nachricht des Tages, allemal wichtiger als das Ergebnis des letzten Saisonspiels. Auch wenn dieses noch einmal sehr gut zur wie im Rausch verlaufenen Saison der Fortuna passt: ein 2:1-Sieg gegen das bereits zuvor als Absteiger feststehende Hannover 96. Entsprechend euphorisch geht die kleine Abschiedsfeier vor der Südtribüne vonstatten, eben mit den kleinen, aber feinen Unterschieden bei den Bildpräsenten des Klubs.

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Eingeleitet hat Stadion-DJ „Opa“ Haefs diese Party. Mit einem musikalischen Reißer, den er bei aller Begeisterung der Fans für ihre Fortuna in dieser Saison bewusst sehr sparsam eingesetzt hat: „Tage wie diese“, der Hymne der Toten Hosen. Dazu tragen die Spieler ein großes Transparent über den Rasen. „Danke für 1895 Prozent Unterstützung“, steht darauf, mit dem schönen rheinischen Zusatz: „Zosamme jekomme, zosamme jebleewe.“ Die Anhänger bedanken sich mit zwei riesigen Plakaten, die den Spielern – wie diese anschließend berichten – Gänsehaut bereiten. „Das F95-Logo mit Stolz durch die Liga getragen, die Kurve verneigt sich vor Euch“, steht auf dem einen, auf dem anderen: „Zehn Jahre Finko, für immer einer von uns.“

Der so angesprochene Kapitän Oliver Fink ist gerührt. „Ihr wart immer für uns da, auch nach den sechs Niederlagen in Folge in der Hinrunde“, sagt er über die Stadionlautsprecher, später erzählt er im kleinen Kreis: „Da sind Jungs dabei, die ich seit zehn Jahren kenne. Einer hat mir gezeigt, was er sich auf seine Wade hat tätowieren lassen: 7 Fink. Mir fehlen die Worte.“ Was wörtlich zu nehmen ist, denn dem fast 37-Jährigen bricht beinahe die Stimme.

So wie auch Friedhelm Funkel, als ihm Stadionsprecher André Scheidt das Mikrofon in die Hand drückte. „Wie Ihr uns durch die Saison getragen habt, ist einmalig“, ruft der Trainer mit Tränen in den Augen und äußert seinen Stolz darüber, dass nur drei Mannschaften in der Bundesliga zu Hause häufiger gewonnen haben als der Aufsteiger: die Top drei, Bayern München, Borussia Dortmund und Leipzig. Verantwortlich dafür ist eben dieser neunte Heimsieg der Saison, den die Stürmer Rouwen Hennings und Kenan Karaman mit ihren Treffern sichergestellt haben und den Nicolai Müllers Anschlusstor nicht mehr gefährden konnte.

Dieser Sieg spielt indes allenfalls eine Nebenrolle bei Fortunas Feierstunde. Wichtiger ist das sehr gut geratene Video mit Szenen der Saison, das der Klub zum Tote-Hosen-Song „Das ist der Moment“ produzieren ließ. Und noch wichtiger sind die Ovationen, die die Zuschauer allen Spielern, besonders aber dem scheidenden Dodi Lukebakio zukommen lassen. Die ohnehin kleine Hoffnung, dass der Belgier doch noch bleibt, hat Fortuna schon lange aufgegeben. Doch bei einigen anderen Profis sieht das anders aus, wie Pfannenstiel erklärt. „Ich gehe davon aus, dass Dodi nächste Saison nicht bei Fortuna spielen wird, auch wenn die Hoffnung zuletzt stirbt“, sagt der Sportvorstand. „Bei den drei anderen ist alles noch offen.“ Und dafür geht Pfannenstiel doch gern noch ein paar mal italienisch essen – in Genua, um sich mit den Verantwortlichen von Sampdoria intensiv über den Transfer Dawid Kownackis zu unterhalten.

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