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HSV in der Lasogga-Falle

90min-Logo 90min vor 6 Tagen Guido
Hamburger SV v 1. FC Magdeburg - Second Bundesliga © Stuart Franklin/GettyImages Hamburger SV v 1. FC Magdeburg - Second Bundesliga

Eine zentrale Frage ​überlagert seit Wochen und Monaten die Planungen des HSV für die kommende (Erstliga?)Saison: Soll man Top-Torjäger Pierre-Michel Lasogga (27) nochmal einen neuen Vertrag geben oder das Kapitel nach nunmehr bald sechs Jahren endgültig beenden? Von der Beantwortung dieser Frage hängen andere Personalien direkt ab. Doch die Zeit spielt gegen die Rothosen. 

Es ist die alljährliche Gretchenfrage, nicht nur für den ​HSV: weiter so oder alles neu? Zwei HSV-Legenden stritten über diese Frage bereits an diesem Wochenende: Charly Dörfel (79) und Uwe Seeler (82), einst das Traumpaar im HSV-Sturm, harmonieren in der Lasogga-Frage bei weitem nicht so, wie sie es in den sechziger Jahren auf dem Platz taten. Während für Dörfel Lasogga zu schwankend spielt, würde "Uns Uwe" dem Goalgetter nochmal - auch in Liga 1 - eine Chance geben.

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Pierre-Michel Lasogga © Stuart Franklin/GettyImages Pierre-Michel Lasogga

Eins ist klar: mit der Personalie Lasogga hängen andere Planspiele direkt zusammen. Der HSV hat sich vor geraumer Zeit mit dem Stürmer darauf geeinigt, die weitere Entwicklung der Mannschaft abzuwarten. Das heißt: erst wenn absehbar ist, dass der "Dino" nach einem einjährigen Gastspiel im Unterhaus wieder in die Beletage des deutschen Fußballs aufsteigt, sollen Nägel mit Köpfen gemacht werden. 

Doch da gibt es ein Problem: der als potentieller Nachfolger auserkorene Lukas Hinterseer (28) vom VfL Bochum hat jüngst erst wieder mächtig Eigenwerbung betrieben. Am vergangenen Samstag gelang dem Österreicher ein Dreierpack gegen die SpVgg Greuther Fürth (3:2) - womit er sich natürlich nicht uninteressanter gemacht hat. 

Dass die Konkurrenz (Gerüchte weisen nach England) finanziell stärker aufgestellt ist als der HSV, ist sowieso bekannt. Sollte Hinterseer in den kommenden Wochen weiter so treffen, wird es nur eine Frage der Zeit sein, bis einer der potentiellen (und potenten) Abnehmer seinerseits die Verhandlungen forciert - womöglich mit einem Angebot, welches das der Hamburger (gerüchteweise bietet der HSV dem Österreicher eine Million Euro pro Jahr) um einiges übersteigt. Noch, so hört man aus dem Umfeld von Hinterseer, würde dieser dem HSV die nötige Zeit einräumen, um sich zu entscheiden. Aber ewig wird der Noch-Bochumer auch nicht warten wollen. Vor allem nicht, um Woche für Woche eventuellen Klubs aus der Premier League abzusagen.  

Der HSV hat sich, salopp gesagt, selbst die Hände gebunden, mit denen er jetzt auf dem Transfermarkt aktiv werden muss. Im schlimmsten Fall springt der eine Stürmer (Lasogga) vom Zug ab, während der andere (Hinterseer) gar nicht mehr aufspringen will. Schwierige Wochen, die da auf Sportchef Ralf Becker zukommen.

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