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Klauß und Schultz: Zwei Trainer, ein Urteil

kicker-Logo kicker 19.10.2020 kicker.de

2018 haben Robert Klauß und Timo Schultz die Ausbildung zum Fußballlehrer gemeinsam hinter sich gebracht, am Montagabend trafen die beiden als Gegner im Millerntor-Stadion aufeinander. Am Ende trennten sich der FC St. Pauli und der 1. FC Nürnberg mit einem 2:2 - ein Resultat, mit dem beide Trainer einverstanden waren.

Einst Mitschüler, nun Gegner: Nürnbergs Trainer Robert Klauß (li.) und St. Paulis Coach Timo Schultz. © imago images Einst Mitschüler, nun Gegner: Nürnbergs Trainer Robert Klauß (li.) und St. Paulis Coach Timo Schultz.

Sämtliche Parameter sprachen für St. Pauli. Die Hamburger hatten nicht nur mehr Ballbesitz (58 Prozent) und gewannen mehr Zweikämpfe (62 Prozent) - sie hatten auch deutlich mehr Ecken (7:1) und Torschüsse als die Nürnberger (20:10).

Die Zahlen unterstrichen zwar St. Paulis Überlegenheit am Montagabend; was sie allerdings unterschlugen, war das, was Nürnbergs Coach Robert Klauß nach der Partie am Sky-Mikrofon sagte: "Wir hatten die klareren Torchancen."

Tatsächlich hatte seine Mannschaft St. Paulis Torwart Robin Himmelmann schon vor dem Führungstreffer durch Debütant Manuel Schäffler (8.) überwunden - Robin Hacks Tor zählte allerdings wegen einer Abseitsstellung nicht (4.). Und nach dem 1:1 durch Rodrigo Zalazar (28.) war es erneut Hack, der bei einer Großchance im Mittelpunkt stand, er schoss freistehend über das Ziel (30.).


Galerie: SC Freiburg - Werder Bremen (kicker)

"Das Spiel ist hin und her gegangen, und am Ende müssen beide mit dem Punkt zufrieden sein." - St. Paulis Trainer Timo Schultz nach dem 2:2 gegen Nürnberg

"Wir waren in viele Kriterien nicht so richtig gut", sagte Klauß nach der Partie, fand aber auch, dass seine Elf nach dem Seitenwechsel "eine bessere Struktur gefunden" hatte. Durch eine Systemumstellung - von einem 4-4-2 hin zu einem 3-5-2 - kam Nürnberg besser zurecht und ließ auch nach dem 2:1 durch Johannes Geis weniger zu als noch vor der Pause.

Nürnberg verspielt mal wieder eine Führung

Aber, und auch das war Teil der Wahrheit: Gut zehn Minuten vor dem Ende traf Daniel Buballa zum Ausgleich - der Club hatte erneut eine Führung verspielt. Wie so häufig in der Vorsaison, wie beim 1:1 in Regensburg und wie beim 2:3 vor der Länderspielpause gegen Darmstadt. "Natürlich hat man das im Hinterkopf", gestand Geis nach der Partie und forderte: "Wir müssen auch nach Führung besser nach vorne spielen."

Stattdessen ließ sich Nürnberg zurückdrängen und kassierte das 2:2. Ein Resultat, mit dem auch Schultz leben konnte. "Das Spiel ist hin und her gegangen, und am Ende müssen beide mit dem Punkt zufrieden sein", sagte St. Paulis Trainer. Er fand: "Alles in allem ist es verdient." Auch wenn seine Mannschaft in allen zentralen Statistiken die Nase vorne hatte.

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