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Nach Bayern-Abgang: Medhi Benatia ist endgültig bei Juve angekommen

90min-Logo 90min 14.02.2018 Florian Bajus
a man throwing a ball: Medhi Benatia ist endgültig bei Juve angekommen © Gabriele Maltinti/GettyImages Medhi Benatia ist endgültig bei Juve angekommen

Beim 2:2-Unentschieden im Achtelfinal-Hinspiel der UEFA Champions Leaguehat es Juventus Turin verpasst, sich

im Heimspiel gegen Tottenham Hotspur eine gute Ausgangslage für das Rückspiel im Wembley-Stadion am siebten März zu verschaffen. Mit dabei war neben den Ex-Bundesliga-Legionären Mario Mandzukic, Douglas Costa und Sami Khedira auch Medhi Benatia. Der Marokkaner überzeugte beim gestrigen Spiel gegen die Spurs und zeigt sich nach seinem Wechsel vom FC Bayern München zurück nach Italien in bester Verfassung.

28 Millionen Euro zahlte Bayern München vor knapp vier Jahren an die AS Rom, um sich die Dienste von Medhi Benatia zu versichern. Der damals 27-jährige Innenverteidiger spielte zuvor seine erste und einzige Saison für die Roma, in der er in insgesamt 37 Partien auf dem Feld stand und der gegnerischen Offensive immer wieder Probleme bereitete. Die Zeit in München lief für beide Parteien jedoch nicht wie erhofft. Benatia hatte immer wieder mit Verletzungen zu kämpfen und fehlte allein in seiner zweiten Spielzeit in der Bundesliga gut vier Monate aufgrund von Oberschenkelproblemen und eines Muskelbündelrisses.

Nach insgesamt 46 Pflichtspielen für die Bayern zog es Benatia wieder zurück nach Italien, als Juventus Turin im Sommer 2016 zunächst ein Leihgeschäft über ein Jahr anstrebte, den Innenverteidiger jedoch im darauffolgenden Jahr für 17 Millionen Euro fest verpflichtete. "Letztlich wollte ich für meine Familie zurück nach Italien, die italienische Mentalität ist uns näher als die deutsche", so die Begründung des mittlerweile 30-Jährigen laut Eurosport

Medhi Benatia ist endgültig bei Juve angekommen © Alexander Hassenstein/GettyImages Medhi Benatia ist endgültig bei Juve angekommen

   

     Medhi Benatia (mitte) erlebte im Trikot des FC Bayern eine schwierige Zeit

​In Deutschland habe er sich nicht wohlgefühlt, Italien sei dagegen so etwas wie seine zweite Heimat: " Ich habe alles vermisst: Die Liga, die Atmosphäre, die Lebensart, den Tag mit einem Cappuccino zu beginnen und dabei die Zeitung zu lesen. Dann bin ich glücklich." Doch auch seine erste Spielzeit in Turin ließ zu wünschen übrig. Neben weiteren Verletzungsproblemen musste er sich meist hinter Andrea Barzagli, Giorgio Chellini und Leonardo Bonucci anstellen und kam aufgrund seiner Rolle als Ersatzspieler auf lediglich 21 Einsätze in der abgelaufenen Saison. Dennoch waren die Verantwortlichen von Juve mit den Leistungsdaten des Marokkaners zufrieden, und verwiesen in der  offiziellen Pressemitteilung auf seine Passquote von rund 91 Prozent sowie seine zahlreichen Rettungsaktionen und Ballgewinne. 

​Spätestens seit dem 

​überraschenden Verkauf von Bonucci

, der im Sommer zum AC Mailand wechselte, ist Benatia unter Massimiliano Allegri gesetzt. Aktuell steht er bei derzeit 22 Partien, hat somit seine Marke aus dem vergangenen Jahr bereits überboten. Seit November ist Benatia verletzungsfrei und wurde lediglich im italienischen Pokalwettbewerb geschont. In der Viererkette zeigt er neben Chiellini sehr gute Leistungen und hat aufgrund seiner körperlichen Robustheit, seinen Stärken im Kopfballspiel sowie seiner Zweikampf-Stärke einen maßgeblichen Anteil daran, dass der Serienmeister in den vergangenen zehn Ligaspielen nur ein einziges Gegentor kassierte.

Die beiden Gegentore im Spiel gegen Tottenham Hotspur konnte Benatia jedoch nicht verhindern. Nachdem die 'Alte Dame' bereits nach wenigen Minuten mit 2:0 in Führung lag, fand die Mannschaft von Mauricio Pochettino verspätet ins Spiel und sicherte sich dank Toren von Harry Kane und Christian Eriksen das Unentschieden im Hinspiel. Nach dem Spiel ärgerte sich der Innenverteidiger über die verspielte Führung: "Wir haben das Spiel gut angefangen und hoch gepresst, so wie wir es geplant hatten. Wenn wir unsere Chancen nutzen, ist es ein anderes Match. Sie haben viel Potenzial in der Offensive und uns mit ihren wenigen Chancen in Schwierigkeiten gebracht", wird Benatia bei Goal zitiert. 

Im Rückspiel am 07. März wird Juventus dennoch die Gelegenheit haben, erneut das Viertelfinale der Champions League zu erreichen. Dass Medhi Benatia auch dann wieder mit von der Partie sein wird, wird einzig und allein von seinem Gesundheitszustand abhängen. Wenn er fit ist, ist er gesetzt - und eine Bank in der Abwehr des Vorjahresfinalisten.​​

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