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Svensson räumt ein: "Ich muss mein Verhalten überdenken"

kicker-Logo kicker 25.11.2021

Vorm Spiel in Stuttgart am Freitagabend zeigt sich Mainz-Trainer Bo Svensson im Rückblick aufs jüngste 1:1 gegen Köln selbstkritisch. Aber auch von seiner Mannschaft erwartet er eindeutig mehr.

Der Mainzer Coach Bo Svensson sieht beim 1:3 in Dortmund am 8. Spieltag eine von bisher drei Gelben Karten. © picture alliance / ASSOCIATED PRESS Der Mainzer Coach Bo Svensson sieht beim 1:3 in Dortmund am 8. Spieltag eine von bisher drei Gelben Karten.

Der nächsten Gelben Karte würde eine Sperre für den Mainzer Coach folgen

Aggressivität und Intensität, eben die oft zitierten ureigenen Mainzer Tugenden, fordert 05-Coach Bo Svensson von seinen Profis mit Blick aufs anstehende Duell beim VfB Stuttgart ausdrücklich ein. Einerseits eine Banalität, andererseits aber auch ein begründeter Hinweis. Denn: Beim jüngsten 1:1 gegen Köln vermisste (nicht nur) Svensson ebendiese Eigenschaften bei den 05ern. Die Partie, so der Fußballlehrer, sei deshalb geeignet, "die Reihenfolge der Prioritäten aufzufrischen". Und: "Man lernt aus positiven Leistungen, aber aus schwächeren hoffentlich noch mehr." Konkret habe ihm "Körpersprache und Haltung nicht gefallen, wir haben zu große Abstände gelassen, mit Ball zu langsam agiert". Im Prinzip also Defizite in allen Bereichen erkennen lassen.

Der Coach sieht sich "noch am Anfang, ich muss auch Sachen lernen"

Bemerkenswert allerdings: Svensson räumt einen eigenen Anteil daran unverblümt ein. Die Frage, ob sein Plan nicht umgesetzt wurde, weil es den Spielern an Spannung fehlte, oder ob keine Intensität entstehen konnte, weil sein Plan nicht griff, beantwortet der Däne so: "Es war eine Mischung aus beidem." Auch bestimmte taktische Vorgaben also "hätten besser sein können. Man kann es nicht auf eine Sache reduzieren". Kritische Gedanken über das eigene Wirken macht sich der 42-Jährige zudem noch unter einem anderen Aspekt: Bei der nächsten Gelben Karte erwartet Svensson ein Spiel Sperre. "Drei Gelbe Karten nach 12 Spieltagen sind zu viel, ich muss mein Verhalten überdenken", gibt Svensson freimütig zu. "Ich bin als Trainer immer noch am Anfang, muss auch Sachen lernen, habe Bereiche, in denen ich mich verbessern muss. Das ist einer davon." Auch wenn es sich gegen Köln um eine Ausnahmesituation gehandelt habe. Nach eigener Aussage wurde Svensson von FC-Assistenztrainer Kevin McKenna heftig beleidigt. In einigen anderen Partien, gesteht der Coach, habe ihm aber am Spielfeldrand "die Balance gefehlt".

"Ich freue mich auch, dass jetzt andere ihre verdiente Chance bekommen"

Derweil dürfte in Stuttgart die Balance auf dem Feld angesichts des Fehlens der Leistungsträger Stefan Bell (Gelbsperre) und Dominik Kohr (Sehnenverletzung im Oberschenkel) zusätzlich erschwert werden. Bezüglich seiner personellen Pläne lässt sich Svensson wie gewohnt überhaupt nicht in die Karten schauen. Klarer Favorit auf Bells Platz als Innenverteidiger ist aber David Nemeth. Kohr dürfte zentral vor der Abwehr von Leandro Barreiro oder Anton Stach ersetzt werden. Generell sagt Svensson: "Ich freue mich nicht, dass wichtige Spieler ausfallen. Aber ich freue mich auch, dass jetzt andere ihre verdiente Chance bekommen." Zugleich ist der Wechsel auf ein System mit Doppel-Sechs nicht ausgeschlossen.

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