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Warum das Duell Hertha vs. BVB besondere Brisanz birgt

sport1.de-Logo sport1.de 14.05.2022 Jannis Blank

Am Samstag steht für Hertha BSC Berlin gegen den BVB das wichtigste Spiel der Saison an. Der Fokus wird dabei auf Schlussmann Marcel Lotka gerichtet sein. Denn der steht im Fokus eines Zoffs zwischen den beiden Vereinen.

Warum das Duell Hertha vs. BVB besondere Brisanz birgt © Bereitgestellt von sport1.de Warum das Duell Hertha vs. BVB besondere Brisanz birgt

Im Bundesliga-Finale am Samstag gegen den BVB steht Hertha BSC Berlin gehörig unter Druck.

Am letzten Spieltag der Saison brauchen die Berliner zumindest einen Punkt, um sicher auch nächstes Jahr in der Bundesliga vertreten zu sein. Hertha-Torwart Marcel Lotka wird dabei besonders im Blickpunkt stehen. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Bundesliga)

Denn der Berliner Schlussmann steht Stand jetzt in der kommenden Saison bei zwei Vereinen unter Vertrag: Hertha und Dortmund!

Der Vertrag des 20-Jährigen bei den Berlinern läuft eigentlich am Ende der Saison aus, Anfang März hat er bereits einen neuen Kontrakt bei der U23-Mannschaft des BVB unterschrieben. Zu diesem Zeitpunkt war er bei der Hertha lediglich Torwart Nummer fünf und mit seiner Situation höchst unzufrieden.

Dann begann jedoch der überraschende Aufstieg des jungen Talents.

Ein Höhenflug aus dem Nichts

Als sich mit Alexander Schwolow, Oliver Christensen, Rune Jarstein und Nils Körber all seine Konkurrenten um die Torwartposition verletzten oder krankheitsbedingt ausfielen, fand sich der polnische Keeper plötzlich im Bundesliga-Tor der Hertha wieder - und überzeugte dort mit viel Präsenz und starken Leistungen.

Drei Tage nach dem Bundesliga-Debüt wurde der Wechsel nach Dortmund bekannt. Seit seinem Debüt gegen den SC Freiburg Ende Februar stand Lotka nur einmal nicht im Berliner Tor. (DATEN: Ergebnisse und Spielplan der Bundesliga)

BVB und Hertha streiten um Lotka

Kein Wunder, dass die Berliner es inzwischen bereuen, ihr Torwarttalent so einfach ziehen gelassen zu haben. Kurios: Einige Wochen später entschied sich die Hertha kurzerhand um und aktivierte vermeintlich fristgerecht eine Klausel im Vertrag des Schlussmanns, um ihn über die Saison hinaus doch noch in Berlin zu halten.

Dies rief wiederum den BVB auf den Plan, der auf den bereits unterschrieben Vertrag pocht.

Eine vertrackte Situation, die sich so einfach nicht lösen lässt. Der Geschäftsführer der Berliner, Fredi Bobic, kündigte bei Sky bereits an: „Erstmal haben wir die Option gezogen, die im Vertrag war. Das wird ein juristisches Ding werden.“

Lotka leistet sich Patzer gegen Mainz

So hängt der junge Torwart nun in der Schwebe, weiß noch nicht, wo er nächste Saison spielen wird. Und ausgerechnet jetzt steht das so immens wichtige Spiel gegen den BVB auf dem Plan.

Mit einer guten Leistung kann er seine Mannschaft in der Bundesliga halten. Und ausgerechnet vor diesem Spiel unterlief ihm sein erster folgenschwerer Patzer.

Am letzten Samstag bei der 1:2-Niederlage gegen Mainz ließ Lotka einen haltbaren Ball durch, der den Berlinern das Unentschieden und somit den vorzeitigen Klassenerhalt kostete. Selbstkritisch erkannte er nach dem Spiel: „Das darf mir nicht passieren.“

Dennoch wird er auch bei dem Alles-oder-Nichts-Spiel am kommenden Samstag zwischen den Pfosten stehen. „Ich habe vollstes Vertrauen, dass Marcel am Wochenende in sehr guter Verfassung spielt - egal, wie seine Vertragssituation ist“, gibt Hertha-Trainer Felix Magath am Donnerstag in der Pressekonferenz eine Startelfgarantie.

„Er hat auch das Vertrauen der Mannschaft. Es gibt auch hier im Umfeld niemanden, der anzweifeln würde, dass er momentan die Nummer eins ist. Es gibt keinen Gedanken, daran etwas zu ändern. Selbstverständlich wird er zwischen den Pfosten stehen.“

Im bisher schwersten Spiel seiner jungen Karriere muss er also beweisen, dass er reif für die Bundesliga ist. Vonseiten des Vereins erfährt er zumindest volle Rückendeckung.

Lotka blendet den Streit aus

„Der Junge macht einen klaren Eindruck auf mich. Er soll sich nur auf das Spiel in Dortmund fokussieren und das tut er auch. Alle anderen Themen dürfen jetzt keine Rolle spielen“, sagt Bobic der Bild. Die Worte des Geschäftsführers bestätigt Lotka selbst: „Um ehrlich zu sein, blende ich das alles aus. Ich habe mich sehr wenig damit befasst.“ (DATEN: Die Tabelle der Bundesliga)

Die Situation steht dennoch ungeklärt im Raum. Heikel ist zudem, dass die Hertha den Transfer selbst bekannt gab. Dies könnte aus juristischer Sicht als Verzichtserklärung gelten und somit gegen eine Weiterverpflichtung von Lotka sprechen.

Einen Austausch zwischen beiden Klubs wird es aber erst nach dem kommenden Spiel geben, bestätigt Bobic: „Wenn alles vorbei ist, dann wird geredet“, so der 50-Jährige.

So lange werden alle Augen auf Lotka gerichtet sein.

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