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Warum Mercedes wirklich beim DFB aufhört

DIE WELT-Logo DIE WELT 17.07.2017
Daimler-Chef Dieter Zetsche bei einer DFB-Pressekonferenz © pa/dpa Daimler-Chef Dieter Zetsche bei einer DFB-Pressekonferenz

Nach 45 Jahren endet die Ehe zwischen Mercedes und dem DFB. Die Entscheidung pro VW läutet eine neue Zeitrechnung ein. Nun bezieht Daimler-Chef Dieter Zetsche Stellung zu dem neuen Sponsorendeal.

Der DFB ohne Mercedes - eigentlich kaum vorstellbar. Über vier Jahrzehnte arbeiteten die Partner zusammen. Diese Ehe endet am 31. Dezember 2018. Volkswagen übernimmt, soll dem Vernehmen nach bis 2024 pro Jahr 25 bis 30 Millionen Euro dafür zahlen. Der neue Deal sorgte für Schlagzeilen.

Jetzt äußert sich Dieter Zetsche, Chef der Daimler AG, zum Verlust der exklusiven Position an der Seite des größten Sportverbandes der Welt. "Das schmerzt jeden Fußball-Fan bei uns im Unternehmen – mich eingeschlossen", sagte Zetsche.

Gleichzeitig spricht er aber auch über "Vernunft und Verhältnismäßigkeit". Beide Worte gefettet in seinem Kommentar im sozialen Netzwerk LinkedIn. Zetsche weiter: "Wir stehen als Unternehmen zwar nicht in der Verantwortung von Gebührenzahlern, aber auch wir müssen mit Blick auf die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und Aktionärinnen und Aktionäre jedes Sponsoring ganz genau prüfen."

Weniger Leistung - mehr Kosten

Mercedes-Benz ist seit 1972 Partner des DFB, seit 1990 Generalsponsor. In dieser Zeit konnte die deutsche Nationalmannschaft unter anderem drei Weltmeistertitel gewinnen. Für jeden gab es - passenderweise zum bisherigen Sponsor - einen zusätzlichen Stern auf dem DFB-Trikot.

Warum das Unternehmen nun allerdings nicht mehr in vorderster Reihe agiert, begründet Zetsche: "Das Paket, um das es ging, beinhaltete weniger Leistungen als das bisherige. Um es zu bekommen, hätten wir aber deutlich mehr zahlen müssen." Als Gleichung: Weniger Leistung + mehr Geld = Deal.

Doch auf einen solchen Deal wollte sich Mercedes nicht einlassen. Zumal aus Sicht des Unternehmens keine Exklusivität gewährleistet gewesen wäre. "Selbst bei einem Zuschlag wären wir nicht Generalsponsor geblieben, sondern nur noch einer von mehreren Partnern gewesen", sagt Zetsche.

Am Ende des Beitrags bedankte sich der Daimler-Boss dann immerhin noch für die gemeinsame Zeit: "Wir sind stolz auf die jahrzehntelange erfolgreiche Partnerschaft mit dem DFB und wünschen der Nationalmannschaft selbstverständlich auch mit neuem Automobilpartner viel Erfolg."

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