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"Wir sind dafür zuständig, dass die Stimmung besser wird"

kicker-Logo kicker 22.03.2019 kicker.de

Der Abflug von Braunschweig Richtung Amsterdam erfolgt nach der Abreise von Lukas Klostermann (Muskelfaserriss) am Samstag um 11:30 Uhr mit nur noch 22 Spielern an Bord, der Auftrag ist klar: es geht in den Niederlanden um die ersten Punkte für die EM-Qualifikation und um die weitere Rückgewinnung von verloren gegangenem Kredit.

Möchte das Ruder mit der DFB-Elf rumreißen: Marco Reus. © imago Möchte das Ruder mit der DFB-Elf rumreißen: Marco Reus.

Die Zweifel in Deutschland sind wie die Pfiffe zur Halbzeit beim 1:1 gegen Serbien deutlich vernehmbar, und Marco Reus weiß: "Wir sind dafür zuständig, dass die Stimmung wieder besser wird."

Der Dortmunder saß am Freitag gemeinsam mit dem Münchner Leon Goretzka auf dem Podium, das brachte beinahe zwangsläufig die Frage nach dem in zwei Wochen stattfindenden Bundesliga-Gipfel zwischen Bayern und der Borussia auf, das Duo aber ließ sich nicht locken, ihre Botschaft ist diese: es zählt allein der Sonntag. Reus deutlich: "Wir sind hier, weil es um ein wichtiges Spiel geht."

Unmittelbar nach dem Jahresauftakt am Mittwoch hatte der BVB-Kapitän den Finger in die Wunde gelegt und sowohl das Ergebnis als auch den Auftritt gegen die Serben als zu wenig gewertet, vor dem Start der Quali präzisiert er: "Wir müssen die Gier an den Tag legen, dieses Spiel gewinnen zu wollen."

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Goretzka: "Das Fundament für eine Führungsposition ist Leistung" 

Der Offensivmann untermauert mit Aussagen wie diesen auch, dass er nach langer Ausfallserie im DFB-Team bereit ist, die ihm zugedachte Führungsrolle anzunehmen. "Ich bin jetzt 29, da ist es klar, dass ich Führung übernehme." Mittelfristig soll und will auch Goretzka mit 24 Jahren nach dem erfolgten Umbruch in diese Position wachsen, betont aber, dass davor sportliche Konstanz steht: "Das Fundament für eine Führungsposition ist Leistung auf dem Platz, um glaubhaft Führung zu übernehmen, muss ich dauerhaft Leistung zeigen. Dieses Fundament versuche ich gerade zu bauen. Klar ist: Ich strebe diese Rolle an."

Mit Blick auf den brisanten Auftritt am Sonntag nimmt der gebürtige Bochumer bereits eine Vorreiterrolle ein und versucht gar nicht erst die Bedeutung des Nachbarschaftsduells kleinzureden. "Ich war als Kind dort mit meinen Eltern oft dort im Urlaub, ich bin mit der Rivalität groß geworden. Es ist ein besonderes Spiel." Eines, in das die Elf von Joachim Löw nach den Kräftemessen in der Nations League (0:3,2:2) keineswegs als Favorit geht. "Die Niederlande haben große Qualität", sagt Reus, "sie haben den Prozess des Umbruchs schon früher begonnen und haben jetzt eine sehr gute Mischung." Sieg-Chancen rechnet er sich dennoch aus: "Wir haben beim 2:2 in Gelsenkirchen ein sehr gutes Spiel gemacht, aber den Vorsprung nicht über die Zeit gebracht."

Es war die letzte Partie vor dem großen Umbruch. Das Wiedersehen in Amsterdam wird nach dem Probelauf von Wolfsburg der erste Härtetest für Löws verjüngtes Team und seine beiden potenziellen neuen Anführer.

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