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WM 2018: Russen offenbar unter Dopingverdacht

ran.de-Logo ran.de 21.05.2018
© imago/Norbert Schmidt

München - Kurz vor Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft in Russland stehen laut "ARD"-Dopingredaktion einige, nicht genannte Spieler des Kaders des WM-Gastgebers offenbar unter Dopingverdacht.

Demnach stehen russische Funktionäre im Fokus. Sie sollen auffällige Dopingbefunde von Fußballern aus dem Jahr 2014 vertuscht haben, unter denen sich auch Spieler des aktuellen WM-Kaders befinden sollen. Der "ARD" wurde eine Liste mit 155 auffälligen Befunden zugespielt. Beschlagnahmt wurden die verdächtigen Proben durch die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) bereits im Jahr 2014 und im Vorjahr an den Fußball-Weltverband FIFA übergeben.

Ex-Sportdirektor Mutko involviert?

In die mögliche Doping-Affäre um die russischen WM-Spieler, könnte offenbar auch der frühere russische Sportminister Witali Mutko involviert sein. Von ihm soll die Anweisung gekommen sein, die auffälligen Dopingproben von 2014 unter Verschluss zu halten. "Ich bekam 2008 die Order von Mutko, dass wir keine positiven Fälle im Fußball gebrauchen können", sagte Grigori Rodschenkow, früherer Leiter des Moskauer Anti-Doping-Labors, der "ARD"-Dopingredaktion. "Finger weg vom Fußball, okay?", soll Mutkos genaue Anweisung gelautet haben.

Demnach wurden positive Doping-Ergebnisse von Fußballern direkt an das Sportministerium geschickt, welches mit dem Wort "save" antwortete. "Save" soll laut dem unabhängigen WADA-Ermittler Richard McLaren als Codewort zur Vertuschung dopingverdächtiger Befunde gedient haben. "Es ist dasselbe Muster wie in anderen Sportarten. Die gefundene Substanz ist verboten. Der Sportler selbst wird bei der WADA als negativ gemeldet", erklärte McLaren der "ARD". Der Weltverband FIFA ließ verlautbaren, dass die Ermittlungen rund um die auffälligen Dopingproben von 2014 immer noch andauern, mit "einem neuen Stand sei in den kommenden Wochen zu rechnen." Dabei soll die Liste mit den 155 auffälligen Proben von Fußballern der FIFA bereits im ersten Halbjahr 2017 vorgelegen haben. Laut McLaren hätten diese anhand der WADA-Vorschriften längst untersucht werden müssen - wurden sie aber offenbar nicht.

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