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Zweite Handballbundesliga: VfL Gummersbach schlägt den Tabellenführer aus Dessau

Kölner Stadt-Anzeiger-Logo Kölner Stadt-Anzeiger vor 2 Tagen Andrea Knitter
Damit untermauert Gummersbach seine Aufstiegsambitionen mit einem 34:26-Sieg. © Andreas Arnold Damit untermauert Gummersbach seine Aufstiegsambitionen mit einem 34:26-Sieg.

 Wie gut es gelaufen war, konnte man an den Gesichtern der Handballer des VfL Gummersbach ablesen. Für einen kurzen Moment ließ sich nach dem Abpfiff sogar vergessen, dass die Tribünen der Schwalbe-Arena bis auf die zehn unermüdlich trommelnden Fans von Blue-White Dynamite fast menschenleer waren. Nach dem souveränen 34:26 (17:13)-Erfolg im Spitzenspiel gegen den Dessau-Roßlauer HV feierten Spieler und Fans einen kurzen Moment zusammen – auf Abstand, wie es sich in Zeiten der Corona-Pandemie gehört.

Dass der Sieg auch in der Höhe für die Hausherren verdient gewesen war, daran gab es für Dessaus Trainer Uwe Jungandreas keinen Zweifel. Er hätte sich gewünscht, dass seine Mannschaft ein bisschen länger dagegengehalten hätte. Doch anders als noch gegen den HSV Hamburg zeigte sich der VfL spielerisch variabel und leistete sich kaum individuelle Fehler. Dass es am Ende ein mit acht Treffern so deutlicher Sieg wurde, damit hatte der sichtlich zufriedene VfL-Trainer Gudjon Valur Sigurdsson nicht gerechnet. Er hob besonders hervor, wie sein Team die beiden schnellen Mittelmänner der Gäste in den Griff bekommen habe.

Neuer Inhalt (1) © Andreas Arnold Neuer Inhalt (1)

Der VfL begann im Angriff mit Lukas Blohme auf der halbrechten Rückraumposition, während Janko Bozovic nur bei einem Siebenmeter eingesetzt wurde. Sigurdsson hatte sein Team gut auf den Aufsteiger eingestellt, der vom Anpfiff an seine Probleme mit der 5:1-Abwehr der Gastgeber hatte. Schnell führten die Gummersbacher mit 6:2 (9.). Jungandreas nahm eine Auszeit, an deren Anschluss der VfL aus dem Tritt zu kommen schien. Raul Santos, mit 9/4-Toren bester Werfer des Spiels, traf denPfosten, Ellidur Vidarsson ließ gleich zwei Großchancen aus und auch Lukas Blohme scheiterte am Dessauer Torhüter. Gleichzeitig hatte der VfL-Mittelblock Probleme, die schnellen Gästespieler in den Griff zu bekommen. Dessau verkürzte auf 5:6 (13.) und blieb bis zum 12:13 (25.) dran. In dieser Phase verwarf der VfL einen Siebenmeter, erlaubte sich technische Fehler und hatte aber auch ein bisschen Pech, als vermeintlich abgewehrte Bälle doch wieder beim Gegner landeten.

Sigurdsson nahm eine Auszeit und sein Team setzte sich bis zur Pause auf 17:13 ab. Der Angriff agierte auch wegen des leichtfüßigen Blohme sehr beweglich und die Abwehr stand. Nach dem Wiederanpfiff ließen die Gummersbacher keinen Zweifel mehr aufkommen, dass sie ihrer Favoritenrolle gerecht werden wollten. Als der Dessauer Trainer in der 35. Minute erneut zur grünen Karte griff, lag sein Team mit 14:21 zurück. Er wechselte im Tor auf Julian Malek. Der Meinerzhagener hatte beim VfL Gummersbach die komplette Handballakademie durchlaufen ehe er 2018 nach Balingen und vor dort im Sommer nach Dessau gewechselt war. Zudem nahmen die Gäste Blohme in Manndeckung.

Die Maßnahmen zeigten wenig Wirkung, da der VfL am Samstag seine bisher beste Saisonleistung ablieferte. Wenn auch manchmal etwas zu viel wollend, zog Timm Schneider geschickt die Fäden, der Rückraum mit Alexander Hermann und Blohme zeigte sich treffsicher. In Abwehr und Angriff machte Tin Kontrec seine Sache gut, Santos überzeugte mit einer große Wurfbreite, Vidarsson findet sich immer besser zurecht und im Tor knüpfte Matthias Puhle an die zuletzt gezeigten starken Leistungen an.

„Wir wollten zeigen, dass wir zuhause keine Punkte lassen wollen“, sagte Lukas Blohme, dass dies auch eindrucksvoll geklungen sei. Das machte er nicht nur am Angriff, sondern auch an der guten Abwehr in Kombination mit den Torhütern fest.

Für den VfL Gummersbach, der mit dem Sieg erneut die Tabellenspitze übernommen hat, geht es bereits am Mittwoch, 20 Uhr, bei den Rimpar Wölfen weiter. Der VfL-Trainer Sigurdsson spricht von einer erneut schwierigen Aufgabe und hebt dabei die offensiv ausgerichtete 6:0-Abwehr der Rimparer hervor.

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