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Bernie Ecclestone: Von Liberty Media in Anzug und Krawatte gefeuert

Formel1.de-Logo Formel1.de 07.01.2019 Dominik Sharaf

Er kam gut vorbereitet zu seinem Rauswurf, rechnete aber dennoch nicht damit: Wie Bernie Ecclestone von Liberty Media als Formel-1-Boss stilvoll gekleidet abgesägt wurde

Bernie Ecclestone: Stilvoll gefeuert: Ex-Formel-1-Boss Bernie Ecclestone im feinen Zwirn © Sutton Stilvoll gefeuert: Ex-Formel-1-Boss Bernie Ecclestone im feinen Zwirn

Bernie Ecclestones Abgang als Formel-1-Boss wirkte - gemessen an seinem Vermächtnis - unwürdig. Als der einst mächtigste Mann im Motorsport von Liberty Media am 23. Januar 2017 abgesägt und durch Chase Carey ersetzt wurde, ließ es er sich zwar nicht nehmen, mit der Information persönlich an die Presse zu gehen. Der Rest aber glich dem Umgang mit einem mittleren Angestellten.

Hinter den Kulissen ging es theatralischer zu, wie Ecclestone im Gespräch mit der 'Handelszeitung' schildert. Ein harter Abgang sei es nicht gewesen, auch mit seiner Ablösung hätte er gerechnet. Nur der Zeitpunkt des Rauswurfs hätte ihn überrascht. "Obwohl ich merkte, dass etwas in der Luft lag", blickt Ecclestone zurück. "Ich trage ja eigentlich nie eine Krawatte, aber als mich die Verantwortlichen des neuen Eigners Liberty Media zu einer Sitzung sehen wollten, zog ich einen Anzug an."

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Gut gekleidet erfuhr er bei dem Gespräch in einem Londoner Büro erst vom Kauf der Formula One Group durch Liberty am Vortag. Ecclestone gratulierte noch. "Dann erklärte man mir, ich müsse als Chef zurücktreten, weil ein anderer meinen Job übernehmen würde", meint er. Weil er zuvor nie ein einfacher Angestellter, sondern immer auch Teilhaber seiner Arbeitgebern und sein eigener Chef war, bedeutete der schmucklose Rauswurf seine erste Kündigung - im zarten Alter von 86 Jahren.

Trotzdem kapiert Ecclestone Libertys Entscheidung, mit Carey einen Mann aus den eigenen Reihen an der Spitze zu installieren. "Dafür habe ich vollstes Verständnis", sagt er. Interessant: Formal steht er bei der Formel 1 bis 2020 unter Vertrag, legt aber weiterhin wenig Wert auf seinen Posten als Ehrenpräsident. Er hätte keinerlei Aufgaben. "Außer: aus dem Weg gehen", scherzt Ecclestone.

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