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Blaue Flaggen: Topstars beschweren sich über Nachzügler

Formel1.de-Logo Formel1.de 09.04.2018 Norman Fischer & Adam Cooper
Valtteri Bottas, Sergio Perez: An Hinterbänklern vorbeizukommen, ist für die Toppiloten nicht einfach © LAT An Hinterbänklern vorbeizukommen, ist für die Toppiloten nicht einfach

Vor allem die Mercedes-Piloten hadern nach dem Rennen in Bahrain mit den Überrundeten - Lewis Hamilton besteigt dabei einen matschigen Berg

Beim gestrigen Reifenkrimi in Bahrain ging es für Sebastian Vettel und seine Verfolger vor allem darum, die Pneus bis ins Ziel zu bekommen. Weil er 39 Runden auf dem Soft-Reifen fahren musste und dabei möglichst keine Zeit zu Valtteri Bottas hinter ihm verlieren durfte, musste der Ferrari-Pilot so sauber wie möglich fahren. Das letzte, was man da gebrauchen kann, sind Hinterbänkler.

Doch Überrundungen gehören zum Rennsport dazu, auch wenn sie für die Spitzenpiloten denkbar ungünstig sind. Auch gestern griffen sie wieder unfreiwillig in den Siegkampf ein. "Ich habe definitiv viel Zeit verloren", beschwert sich Bottas, nachdem es für ihn im Schlusssprint knapp nicht gereicht hat.

Ihm missfällt vor allem der Einsatz der Blauen Flaggen. Laut dem Mercedes-Piloten würden diese nämlich erst gezeigt werden, wenn man schon viel zu nah am Vordermann dran sei und bereits Zeit verloren hätte. "Ich schätze aber, dass es für alle gleich ist", winkt er ab, nicht jedoch ohne darauf hinzuweisen, dass er sich gestern im Nachteil fühlte: "Ich denke, dass ich mehr Zeit als Seb verloren habe."

"Die Hinterbänkler waren definitiv frustrierend", ärgert sich auch Bottas' Teamkollege Lewis Hamilton. Auch der Brite musste mit seiner Einstopp-Strategie auf die Reifen aufpassen und konnte daher Überrundete gar nicht gebrauchen. Er schildert das Problem: "Wenn du ein paar Sekunden hinter dem anderen Auto bist, kannst du die Luft zwar nicht sehen, aber du fährst durch die verwirbelte Luft und rutschst einfach mehr."

Dadurch würden die Reifen überhitzen und es würde schwieriger werden, die Lücke nach vorne zuzufahren. Doch während des gestrigen Laufs verlangte das Team am Funk von ihm, dass er die Hinterbänkler ohne Zeitverlust passiert. "Ich dachte nur: 'Shit, das versuche ich', aber es ist so, als würde man einen Berg mit rutschigem Matsch besteigen", beschreibt er es. "Du wirst nie irgendwo hinkommen."

So fühle es sich für ihn zumindest manchmal an: "Für jede zwei Schritte vorwärts, geht es fünf Schritte zurück", so Hamilton, der in einer Runde fast drei Sekunden verloren haben will. Er musste sich am Ende mit Rang drei begnügen.

Allerdings darf man dabei eines nicht vergessen: Ab Fernando Alonso auf Rang sieben waren alle Piloten überrundet - auch dort wird um wichtige Punkte gekämpft. Die zwei Zähler, die Marcus Ericsson für Sauber erkämpft hat, könnten für das Team etwa Gold wert sein.

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