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Corinna entscheidet, wer Michael Schumacher besuchen darf

WELT-Logo WELT 05.05.2018
Corinna Schumacher unterstützt ihren Sohn Mick bei Nachwuchsrennen © pa/Revierfoto/dp Corinna Schumacher unterstützt ihren Sohn Mick bei Nachwuchsrennen

Wer darf Michael Schumacher besuchen und wer nicht? Immer wieder erheben ehemalige Weggefährten Vorwürfe gegen die Familie. Ein Ex-Ferrari-Kollege wurde vorgelassen und schildert Details seines Besuchs.

Die Liste der Männer, die sich zurückgestellt fühlen, ist prominent. Nach Willi Weber, dem langjährigen Manager von Michael Schumacher, hat sich kürzlich auch Rubens Barrichello beschwert. Grund: Ihm wurde ein Besuch verwehrt bei dem Formel-1-Rekordweltmeister, der sich in der Schweiz von den Folgen seines schweren Ski-Unfalls am 29. Dezember 2013 erholt.

"Ich suche nach Wegen, wie ich ihn besuchen kann", hatte Barrichello gesagt: "Bei meinem ersten Versuch haben sie abgelehnt. Sie haben gesagt: Damit tust du ihm und dir selbst nichts Gutes. Ich habe also keine Neuigkeiten von ihm, aber er ist in irgendeiner Form immer präsent."

Der brasilianische Ex-Formel-1-Fahrer war zwischen 2000 und 2005 Schumachers Kollege bei Ferrari gewesen, gemeinsam hatten sie fünf Konstrukteurstitel für die Scuderia gewonnen.

Ähnliche Töne hatte in der Vergangenheit auch Weber angeschlagen. "23 Jahre lang hatten wir ein sehr enges Verhältnis, und ich bin bei ihm ein- und ausgegangen. Nun möchte Corinna nicht mal, dass ich ihn kurz besuche", hatte der 76-Jährige im Jahr 2017 gesagt: "Ich finde es sehr schade, dass Michaels Fans nichts über seinen Gesundheitszustand erfahren."

Mit Luca Badoer hat nun ein ehemaliger Weggefährte gesprochen, der zu Schumacher vorgelassen wurde. Der 47-Jährige war während Schumachers Ferrari-Zeit mehrfach Testfahrer für die Scuderia, außerdem stand er der Familie des Rekordweltmeisters persönlich sehr nahe. Im Interview mit der italienischen Internetzeitung "Diario del Web" verriet der Italiener nun die Umstände seiner Besuche.

"Familie tut alles für Schumacher"

"Ich besuche ihn regelmäßig", sagte Badoer, der sich seiner privilegierten Position offenbar bewusst ist: "Die Besuche bei ihm werden wirklich einigen wenigen Leuten auf Geheiß von Corinna gewährt." Vorwürfe wie jene von Barrichello und Weber kann er nicht nachvollziehen: "Wir respektieren, was die Familie will, und es besteht keine Notwendigkeit, Kontroversen zu führen."

Über Ehefrau Corinna und die Kinder Mick und Gina spricht er in den höchsten Tönen: "Die Familie tut alles für das Wohl von Michael. Aber sie möchte darüber eine Art Geheimhaltung bewahren, und ich respektiere ihren Willen. Ich will nicht darüber reden, weil ich nie darüber gesprochen habe, weil die Familie es nicht will." Zum konkreten Gesundheitszustand schweigen die Familie und Managerin Sabine Kehm seit Jahren.

Während ihrer gemeinsamen Zeit bei Ferrari haben Badoer und Schumacher viel Zeit miteinander verbracht. Damals wurden die neuen Boliden noch bei einem jährlichen Ski-Event in den Bergen von Madonna di Campiglio vorgestellt; Fotos zeigen ihn an der Seite der Familie Schumacher. Die Verbundenheit hält offenbar bis heute an.

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