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Coulthard glaubt: Hamilton hört mit spätestens 35 Jahren auf

Formel1.de-Logo Formel1.de 19.03.2017 Norman Fischer
Lewis Hamilton, David Coulthard: Lewis Hamilton und David Coulthard begegnen sich nicht mehr auf der Strecke © xpbimages.com Lewis Hamilton und David Coulthard begegnen sich nicht mehr auf der Strecke

Ex-Pilot David Coulthard kann sich nicht vorstellen, dass Lewis Hamilton noch länger als vier Jahre Formel 1 fahren wird - Seine Ende werde der Brite selbst bestimmen

Lewis Hamilton könnte seine Formel-1-Karriere womöglich schon recht bald beenden. Dieser Ansicht ist sein Landsmann David Coulthard, der bis 2008 selbst in der Königsklasse fuhr und heute TV-Experte ist. An eine lange Rennkarriere wie bei Michael Schumacher, der mit 43 Jahren seinen letzten Grand Prix fuhr, glaubt der Schotte nicht: "Ich wäre überrascht, wenn er es über ein Alter von 35 hinaus machen würde", wird er in britischen Medien zitiert.

Mit seinen derzeit 32 Jahren hätte Hamilton damit noch vier Saisons vor sich, doch Coulthard würde nicht darauf wetten, dass der dreimalige Weltmeister so lange durchhalten wird: "Es braucht für ihn nicht viel, um zu sagen: 'Es reicht, ich bin raus.' Es könnte am Ende des Jahres sein, es könnte während der Saison sein, es könnte früher als wir alle wollen sein."

Für Coulthard komme es darauf an, wie lange Hamilton Freude an seinem Beruf hat. Der Mercedes-Pilot geht 2017 bereits in seine elfte Saison und könnte irgendwann müde davon sein. Anzeichen habe "DC" dafür etwa im vergangenen Jahr in Baku gesehen, als Hamilton abwesend gewirkt habe und eines seiner schwächsten Rennwochenenden zeigte. Jedoch habe es auch Momente gegeben, in denen man den kleinen Jungen im Mann gesehen habe. "Und solange das Licht von Zeit zu Zeit angemacht wird, wird er weitermachen." Geld spiele für Hamilton dabei keine Rolle, glaubt Coulthard.

Doch egal, wann der Zeitpunkt für Hamiltons Formel-1-Rücktritt gekommen sein wird, von einem ist Coulthard absolut überzeugt: Der Brite wird es in seiner eigenen Hand haben. Das habe vor allem das letztjährige Saisonfinale in Abu Dhabi gezeigt, in dem sich Hamilton den Anweisungen des Teams widersetzt hatte und Teamkollege Nico Rosberg aufgehalten hatte, um eine Chance auf den Titel zu haben.

Bei Mercedes war man sauer darüber und stellte Hamiltons Arbeitsweise an den Pranger, nur um später zurückzurudern und zu sagen, man hätte beide Piloten frei fahren lassen sollen. Das war für Coulthard ein Schlüssel: "Was sollten sie tun? Ihn bestrafen? Der Grund, warum Jungs wie Hamilton und Alonso (Fernando; Anm. d. Red.) für ihre Arbeit bezahlt werden, ist, weil die Teams keinen anderen finden können, der es genauso kann", sagt der Schotte.

Das unterscheide auch die ganz großen Piloten vom guten Rest. "Alle Großen hatten Kontrolle über das Team, während Leute wie ich, die ein wenig Talent hatten, vom Team kontrolliert wurden. Unterbewusst wusste ich, dass ich sie mehr brauche als sie mich", kann Coulthard seine Rolle selbst gut einschätzen. Er selbst hörte übrigens mit 37 auf - nach 15 Jahren Formel 1.

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