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McLaren bestätigt: Sainz in der engeren Auswahl für 2019

Formel1.de-Logo Formel1.de 30.07.2018 Sven Haidinger
Carlos Sainz, Fernando Alonso: Carlos Sainz: Wird er Fernando Alonsos Teamkollege - oder gar Nachfolger? © LAT Carlos Sainz: Wird er Fernando Alonsos Teamkollege - oder gar Nachfolger?

McLaren-Boss Zak Brown spricht offen über die Fahrerwahl für 2019: Wieso Carlos Sainz ein heißer Kandidat ist und wie es um Norris' und Vandoornes Chancen steht

Wie plant McLaren die Saison 2019? Der Verbleib von Fernando Alonso ist ungewiss, während Stoffel Vandoorne mit seinen Leistungen bislang nur bedingt überzeugt hat. Nun wird Renault-Pilot Carlos Sainz, der eigentlich zum Red-Bull-Fahrerkader zählt, mit dem Team aus Woking in Verbindung gebracht.

Und McLaren-Boss Zak Brown dementiert das Interesse am Spanier keineswegs: "Wenn er frei ist und wir einen Platz haben, dann muss man ihn weit oben in der Liste der potenziellen Kandidaten einreihen, denn er ist ein exzellenter Rennfahrer, was er im Qualifying mit Startplatz fünf bewiesen hat."

Doch sind die Umstände gegeben, dass der Sohn der Rallyelegende von Renault zu McLaren wechseln könnte? "Die Wahrheit ist, dass wir zwei freie Plätze haben", macht der US-Amerikaner keinen Hehl daraus, dass weder Alonso noch Vandoorne einen Vertrag für die kommende Saison haben. "Und es ist unsere Aufgabe, die bestmöglichen Fahrer zu kriegen."


Sainz darf sich Hoffnungen machen

Aber ist auch Sainz verfügbar? Der 23-Jährige, der Ende 2017 von Red Bull an Renault verliehen wurde, muss zu seinem früheren Arbeitgeber zurückkehren, wenn man ihm ein Cockpit im A-Team anbietet. Max Verstappen hat dort aber einen Vertrag bis Ende 2020, während Daniel Ricciardos Verbleib als so gut wie sicher gilt.

Und bei Renault hat Nico Hülkenberg einen gültigen Vertrag, während Sainz droht, seinen Platz an Mercedes-Junior und Force-India-Pilot Esteban Ocon zu verlieren. Die Sterne scheinen also günstig zu stehen für eine Partnerschaft zwischen Sainz und McLaren.

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Steht McLaren durch Norris-Option unter Zugzwang?

Dann wäre da aber auch noch Formel-2-Ass und McLaren-Junior Lando Norris, dem die Briten laut Red Bulls Motorsportkonsulent Helmut Marko bis Ende September sagen müssen, ob sie 2019 auf seine Dienste als Einsatzfahrer setzten werden. Tut man das nicht, sei der Neuseeländer ablösefrei auf dem Markt.

Macht das die Planung besonders kompliziert? "Ich würde das nicht so schwarz-weiß sehen, wie es berichtet wurde", relativiert Brown. "Aber wenn man ein Talent wie Lando in der eigenen Familie hat, dann will man es behalten. Wir halten ihn für einen Star der Zukunft."

Vieles wird also davon abhängen, wie sich Alonso entscheidet - und ob er sich noch eine weitere Saison bei McLaren antut. Auf einem äußerst wackeligen Stuhl sitzt derzeit dessen belgischer Teamkollege Vandoorne, der sich nach einer guten Phase in der zweiten Saisonhälfte 2017 dieses Jahr nicht wirklich gut in Szene setzt und klar im Schatten des zweimaligen Weltmeisters steht.


Für Vandoorne wird die Luft immer dünner

"Sein Rückstand auf Fernando war bei den vergangenen zwei Rennen größer als normal, also wussten wir nicht, ob vielleicht etwas mit dem Chassis nicht stimmt", erklärt Brown, warum der McLaren-Pilot in Ungarn mit einem neuen Chassis unterwegs ist. "Wir unterstützen ihn also technisch enorm."

Auf die Frage, ob der Belgier womöglich durch die Gerüchte über seine Nachfolge beunruhigt sein könnte, meint Brown: "Natürlich versucht man, Gespräche mit anderen Fahrern diskret zu führen, aber die Journalisten berichten über jedes unserer Treffen. So ist die Formel 1 eben. Der Druck ist enorm - und jeder Fahrer weiß, dass er Leistung bringen muss."

Was das für Vandoorne bedeutet? "Wir stehen absolut hinter Stoffel", sagt Brown. "Wir geben ihm all unsere Unterstützung, während wir uns umschauen, welche Gelegenheiten sich ergeben könnten." Dass der 26-Jährige gegen Alonso kein Land sieht, will der Marketingfachmann dabei nicht überbewerten: "Das gilt doch für jeden Teamkollegen in der Karriere von Fernando. Dafür muss man sich nicht schämen."

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