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Niki Lauda: Mercedes war "zu blöd", um zu gewinnen

Formel1.de-Logo Formel1.de 02.05.2018 Norman Fischer
Niki Lauda: Mercedes war "zu blöd", um zu gewinnen © LAT Niki Lauda: Mercedes war "zu blöd", um zu gewinnen

Aufsichtsratsvorsitz Niki Lauda gibt zu, dass Mercedes bislang "zu blöd" war, um vor dem Rennen in Baku siegreich zu sein: "Müssen in die Gänge kommen"

Beim Rennen in Baku kam Mercedes zu seinem ersten Sieg in der Formel-1-Saison 2018. Zuvor waren die Silberpfeile dreimal trotz vielversprechender Ausgangsposition leer ausgegangen - so etwas hatte es in der Hybridära bislang noch nicht gegeben. Laut dem Aufsichtsratsvorsitzenden Niki Lauda habe Mercedes dabei in zwei Rennen "taktische und strategische Fehler" gemacht, durch die man sich selbst um den Sieg gebracht hatte.

"Das heißt, das Auto war schnell genug, aber wir waren zu blöd, es richtig fahren zu lassen", sagt der Österreicher im 'ORF'. In Australien hatte Lewis Hamilton komfortabel geführt, bevor Sebastian Vettel durch einen Boxenstopp unter Safety-Car-Bedingungen vor dem Briten wieder auf die Strecke kam. Dafür machte man ein Offline-Tool in seiner Strategie-Software verantwortlich, die man mit falschen Daten gefüttert hatte.

Beim zweiten Rennen in Bahrain musste man zugeben, dass man Vettels Strategie zu spät erkannt hatte. Mercedes hielt nach den Boxenstopps alle Trümpfe in der Hand, doch Vettel fuhr überraschend auf den Soft-Reifen zu Ende und konnte Valtteri Bottas hinter sich halten. Dass der Finne eine Woche später in China den Sieg verlor, war weder seine Schuld noch die des Teams - doch hätte man Hamilton wie Red Bulls Daniel Ricciardo unter Safety-Car-Bedingungen an die Box geholt, wäre dort der Sieg ebenfalls drin gewesen.

Dass nun ausgerechnet in Baku der erste Saisonsieg kam, wo ohne das Safety-Car Sebastian Vettel wie der vermeintlich sichere Sieger aussah, dürfte eine Wiedergutmachung für die Silberpfeile sein. Zufrieden ist man im Lager von Mercedes aber trotzdem nicht ganz. Wieder einmal musste man sich im Qualifying Ferrari geschlagen geben und hatte am Ende vor allem das Glück des Tüchtigen.

Lauda sagt, man habe 2018 vor allem seinen Vorteil bei den Motoren eingebüßt. Galt Mercedes bislang als Maß aller Dinge, soll der Ferrari nun einen Tick schneller sein. "Damit hat sich das Kräfteverhältnis jetzt eben verdreht", so der Österreicher, der den F1 W09 aber für kein schlechtes Auto hält. "Aber die Ferraris haben nachgelegt ohne Ende", sagt er und sieht das Ende ihrer Leistungsfähigkeit noch nicht gekommen.

Er weiß, dass Mercedes sich strecken muss, um die Roten weiter zu gefährden und möglichst wieder zu überholen. "Wir müssen einfach in die Gänge kommen", fordert er. "Ich glaube nicht, dass wir weit weg sind. Aber ganz dort, wo wir hinmüssen, sind wir auch noch nicht."

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