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Peter Sauber skeptisch über 2017: "Es gibt keine Wunder"

Motorsport-Total.com-Logo Motorsport-Total.com 19.03.2017 Norman Fischer
Peter Sauber verfolgt die Formel 1 heutzutage nur noch von außen © xpbimages.com Peter Sauber verfolgt die Formel 1 heutzutage nur noch von außen

Wenn die Formel-1-Saison 2017 am kommenden Sonntag in Melbourne eröffnet wird, schaut sich Peter Sauber das Rennen vom Urlaub in Südafrika aus an - aber nur über die Zeitentabelle, das reicht ihm. Die Daumen drückt er dabei natürlich für das gleichnamige Sauber-Team, das er als Lebenswerk aufgebaut hat. Beteiligt ist der 73-Jährige schon seit einiger Zeit nicht mehr, auch wenn er im Hintergrund so manche Strippen zog.

Gerne würde er wieder einige Erfolge in Hinwil sehen, nachdem die letzten Jahre schwierig waren. In der WM gab es zuletzt die Plätze zehn, acht und zehn, und bis zur Vorstellung des neuen Investors Longbow dominierten Berichte um finanzielle Probleme die Szene. 2017 soll es nun aufwärts gehen, doch der Schweizer hat seine Zweifel, ob man in diesem Jahr bessere Chancen haben wird.

"Es gibt in der Formel 1 keine Wunder", betont er gegenüber der Schweizer Zeitung 'Blick'. "Bei der Entwicklung des neuen Autos für die Saison 2017 ist die Zeit zwischen Mai und September 2016 sehr wichtig. Und damals fehlten die Mittel", sagt der ehemalige Teamchef. Wie wichtig das Geld in der Formel 1 ist, konnte man an seinem eigenen Rennstall gut erkennen. In der Ära mit Partner BMW konnte man sorgenfrei gute Ergebnisse einfahren, doch mit dem Ausstieg nach der Saison 2009 kamen die Probleme.

Die beste Saison erlebte man danach 2012, als man viermal auf das Podest fahren konnte und auf WM-Rang sechs landete. "Danach wurde es schwierig", so Sauber. Die finanziellen Probleme nagten am Rennstall, der 2014 sogar einmal komplett punktelos blieb und dieses "Kunststück" auch im Vorjahr fast wiederholt hätte. Der neue Investor bringt zwar neues Geld, doch inwiefern sich das 2017 auf der Strecke sehen lassen wird, bleibt abzuwarten.

"Ich hoffe, dass man diesen Rückstand möglichst schnell aufholen kann und sich das Team im Laufe der Saison steigert", sagt Sauber, bleibt aber realistisch: "Es sind noch zehn Teams dabei. Sauber ist die Nummer zehn und in der Boxenstraße auf dem hintersten Platz. Das ist die Ausgangslage." Mit dem Aus von Manor kann sich der Rennstall ja theoretisch nur nach vorne bewegen. Die Frage ist eben, ob das auch klappt.

"Ich weiß nicht, was für Vorstellungen man in Hinwil hat. Aber ich hoffe, dass es gelingt, das eine oder andere Team zu überholen", sagt Sauber, der sich aber keine konkrete Prognose erlaubt, weil er viel zu weit weg vom Geschehen ist. Selbst an die Strecke zu kommen, plant er daher auch vorerst nicht. "Ich war auch in der letzten Saison nie an der Rennstrecke. Weil in der letzten Saison die Situation ja so angespannt war. Da war es besser, zu Hause zu bleiben."

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