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«Bild»: Trainer Köllner beim 1. FC Nürnberg vor Beurlaubung

dpa-Logodpa 12.02.2019 dpa
Michael Köllner, Trainer des 1. FC Nürnberg, steht am Spielfeldrand. © Bereitgestellt von dpa-infocom Michael Köllner, Trainer des 1. FC Nürnberg, steht am Spielfeldrand.

Trainer Michael Köllner steht nach Informationen der «Bild»-Zeitung unmittelbar vor der Beurlaubung beim 1. FC Nürnberg. Demnach will eine Mehrheit im Aufsichtsrat des Tabellenletzten der Fußball-Bundesliga einen neuen Coach. Sportvorstand Andreas Bornemann soll aber weiter zu Köllner stehen. Der Aufsichtsrat des FCN, ein Kontrollgremium, war am Montag zusammengekommen, um über die Krise des Vereins und die Zukunft von Köllner zu beraten. Offizielle Stellungnahmen gab es zunächst nicht.

Bornemann und Finanzvorstand Niels Rossow verantworten beim seit 15 Bundesligaspielen sieglosen Verein das Tagesgeschäft. Entscheidungen wie in einer Trainerfrage erfordern im Vorstand «die einfache Mehrheit der abgegebenen Stimmen», heißt es in der Satzung des Vereins. Allerdings steht dort auch: «Bei Stimmengleichheit hat jedes Vorstandsmitglied das Recht, die Angelegenheit dem Aufsichtsrat zur Entscheidung vorzulegen.»

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Bornemann hatte auch nach dem 0:2 im vermeintlichen Abstiegsendspiel am Samstag bei Hannover 96 Köllner den Rücken gestärkt. «Ich sehe keinen Ansatzpunkt, darüber zu diskutieren», sagte der Nürnberger Sportvorstand zu einer Trainer-Debatte. «Mit elf gegen elf hätten wir gute Chancen gehabt, die Mannschaft ist intakt, deshalb stellt sich die Frage für mich nicht.» Die Nürnberger mussten in Niedersachsen nach einer Roten Karte wegen groben Fouls gegen Youngster Simon Rhein (11. Minute) fast das komplette Spiel in Unterzahl bestreiten.

Unter dem Strich fehlen jedoch einfach gute Resultate. Letztmals gewann der neunmalige deutsche Meister Ende September eine Partie in Deutschlands höchster Spielklasse. Dennoch beträgt der Abstand auf Relegationsrang 16 nur drei Punkte. «Wir werden uns jetzt nicht fallenlassen, sondern die Boxhandschuhe rausholen und alles dafür geben, dass dieser Verein in der ersten Liga bleibt», hatte Torwart Christian Mathenia in Hannover gesagt.

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