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Der Superheld ist zurück

WELT-Logo WELT 15.03.2019
Arsenal v Stade Rennais - UEFA Europa League Round of 16: Second Leg © Arsenal FC via Getty Images/Stuart MacFarlane Arsenal v Stade Rennais - UEFA Europa League Round of 16: Second Leg

Mit drei Torbeteiligungen schießt Pierre-Emerick Aubameyang den FC Arsenal ins Viertelfinale der Europa League – und erfüllt den Fans einen heiß ersehnten Wunsch. Sein Jubel hat auch eine politische Note.

Pierre-Emerick Aubameyang hatte schon angekündigt, dass da bald mal etwas kommt. Klagen von Fans des FC Arsenal waren mit einem Augenzwinkern online bei ihm eingegangen – warum eigentlich habe er seit seinem Wechsel von Borussia Dortmund nach England noch kein einziges Mal einen Maskenjubel vollführt?

Ursprünglich plante Aubameyang, die Fans Anfang März im Londoner Stadtderby gegen die Tottenham Hotspur glücklich zu machen. Als Arsenal in der Nachspielzeit einen Elfmeter bekam, soll der Gabuner die Maske bereits griffbereit gehabt haben. Doch Aubameyang verschoss den Elfmeter kläglich, es reichte für Arsenal nur zu einem 1:1. Als die "Gunners" am vergangenen Wochenende dann 2:0 gegen Manchester United gewannen, konnte der Ex-Dortmunder die Maske wiederum nicht hinter dem Tor finden.

Umso glanzvoller Aubameyangs Auftritt am Donnerstag in der Europa League. Arsenal musste gegen Stade Rennes ein 1:3 aus dem Hinspiel drehen – und tat dies mit Bravour. Schon nach 15 Minuten stand es 2:0 für die "Gunners", und als der Stürmer in der 72. Minute auf 3:0 erhöhte, war der Moment gekommen. Aubameyang, der bereits das 1:0 erzielt und das 2:0 vorbereitet hatte, packte eine "Black Panther"-Maske aus – der Marvel-Superheld aus dem gleichnamigen, dreifach oscarprämierten US-Film.

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Gelbe Karte für "exzessiven Jubel"

"Die Maske repräsentiert mich", erklärte Aubameyang nach der Partie. "Unsere Nationalmannschaft wird 'Panther von Gabun' genannt". Der Film spielt im imaginären afrikanischen Staat Wakanda, der dunkelhäutige Superheld gilt als popkulturelle Identifikationsfigur für afrikanischstämmige Menschen weltweit.

Neben dem Tragen der Maske machte Arsenals Superheld Aubameyang auch eine mit "Black Panther" assoziierte Grußgeste. Der lettische Schiedsrichter Andris Treimanis fand das alles aber weniger witzig und zeigte Aubameyang wegen "exzessiven Jubels" die Gelbe Karte – der gleichen Regel folgend wie bei einem Torschützen, der sein Trikot auszieht.

Zumindest ist es Aubameyangs erste Gelbe Karte im laufenden Wettbewerb und wird wohl keine Folgen für ihn haben. Nach drei Gelben Karten gibt es in der Europa League ein Spiel Sperre. Arsenal bestätigte mit dem Triumph über Rennes seine enorme Heimstärke. Während den "Gunners" im gesamten Saisonverlauf die Konstanz für den ganz großen Wurf fehlt, überzeugen sie im heimischen "Emirates Stadium" beinahe immer. Seit Beginn der Spielzeit verloren sie nur drei Heimspiele – am ersten Spieltag in der Liga gegen Manchester City (0:2) sowie eines im FA Cup gegen Manchester United (1:3) und im Ligapokal gegen Tottenham.

England dominiert Europa

Aubameyang spielt für Arsenal unter Trainer Unai Emery eine gute Saison, erzielte bereits 22 Pflichtspieltore, dazu kommen sechs Vorlagen. Teamkollege Mesut Özil blieb hingegen auch gegen Rennes unauffällig und blass und bekommt in dieser Spielzeit weiterhin keinen wirklichen Fuß auf den Boden. Beim BVB hatte Aubameyang bereits mit Masken von Spiderman und Batman gejubelt.

Arsenal und Chelsea stellen auch in der Europa League im Viertelfinale mit England das größte Nationenkontingent, gemeinsam mit Spanien, wo mit Valencia und Villarreal ebenfalls zwei Teams im Wettbewerb verbleiben. Die Hälfte des Teilnehmerfeldes des Champions-League-Viertelfinals besteht ebenfalls aus englischen Mannschaften, keine andere Nation stellt dort mehr als einen Klub. 

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