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Ex-DFB-Pressesprecher Stenger: "Grindel ist der Trump des deutschen Fußballs"

Goal.com-Logo Goal.com 24.03.2019 Goal
© Getty Images

Der ehemalige DFB-Pressesprecher Harald Stenger hat DFB-Präsident Reinhard Grindel vor dem EM-Quali-Spiel des DFB-Teams in den Niederlanden heftig attackiert und mit US-Präsident Donald Trump verglichen.

Bei Sport1 sagte Stenger: "Reinhard Grindel hat wenig Fußballkompetenz, Grindel hat viel Geltungssucht, Grindel ist ein Populist par excellence. Manchmal denke ich sogar: Das ist der Donald Trump des deutschen Fußballs – so viele Fettnäpfchen, in die er reintritt. Wenn er drei Aussagen zu einem Thema binnen einer Woche macht, sind vier Meinungen dazu auf dem Markt. Das ist bei einem Präsidenten auf Dauer nicht haltbar. Es ist ein Problem, das der DFB lösen muss. Teilweise lachen die Leute im DFB-Team schon über ihn."

"Grindel der schlechteste Präsident seit 50 Jahren"

Stenger, der von 2001 bis 2012 für den DFB arbeitete, hatte bereits im Sommer ein vernichtendes Urteil über Grindel gefällt und steht weiter dazu. "Er ist der schlechteste Präsident seit 50 Jahren. Und es ist in den letzten Wochen noch schlimmer geworden", so Stenger.

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Die Kritik an Grindel wird generell immer lauter. "Es gibt beim DFB leider Funktionäre, die sich wichtiger finden als das Große und Ganze", sagte Rekord-Nationalspieler Lothar Matthäus der Rheinischen Post angesprochen auf angebliche Unstimmigkeiten zwischen Grindel und Bundestrainer Joachim Löw. Auch Matthäus warf dem DFB-Boss indirekt Geltungsdrang vor: "Es gibt halt Leute, für die der Fußball eine gute Möglichkeit ist, sich ins Rampenlicht zu stellen."

Grindel bricht Interview ab

Grindel lieferte zuletzt Anlass für Häme, als er ein Interview mit der Deutschen Welle abbrach, weil der Fragesteller penetrant das brisante Thema der globalen Nations League vorbrachte ("Aber Herr Grindel!"). 

Und nachdem Löw den 2014-Weltmeistern Thomas Müller, Mats Hummels und Jerome Boateng in einer Nacht-und-Nebel-Aktion das Aus verkündet hatte, reagierte Grindel mit einer Äußerung, die man als Kritik am Bundestrainer verstehen konnte. Es "wäre klug gewesen", sagte Grindel, hätte man am Tag der Veröffentlichung eine Pressekonferenz abgehalten, um "die Wertschätzung für die Spieler deutlich zu machen".

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Nachdem diese Aussage hohe Wellen geschlagen hatte, stellte Grindel in diversen Medien klar: Dies sei "keine Kritik an Jogi Löw" gewesen.

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