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GP Japan 2018: Hamilton cruist zum Sieg, Vettel kollidiert mit Verstappen

Motorsport-Total.com-Logo Motorsport-Total.com 07.10.2018 Dominik Sharaf
Lewis Hamiltons Sieg beim Japan-Grand-Prix war zu keinem Zeitpunkt gefährdet © Sutton Lewis Hamiltons Sieg beim Japan-Grand-Prix war zu keinem Zeitpunkt gefährdet

Lewis Hamilton hat am Sonntag den Japan-Grand-Prix gewonnen. Der Mercedes-Pilot baute seine WM-Führung mit einem zu keinem Zeitpunkt gefährdeten Start- und Zielsieg in Suzuka aus, als er seinen (diesmal chancenlosen) Teamkollegen Valtteri Bottas auf den zweiten Platz verwies. Das Podium komplettierte Max Verstappen (Red Bull), der zum Protagonisten des Rennens avanciert war.

Denn der Niederländer lieferte sich zwei viel besprochene Kollisionen. Nach einem für die Spitzengruppe ereignislosen Start kam es zu einem Zweikampf mit Kimi Räikkönen (Ferrari/5.) um die Position hinter den haushoch überlegenen Mercedes. Verstappen verbremste sich in der Schlussschikane und räuberte durch die Auslaufzone. Als er auf die Strecke zurückkam, kam es zu einem leichten Kontakt mit dem attackierenden Finnen. Er drückte ihn dabei außen auf den Grünstreifen.

Die Rennleitung verhängte rasch eine Fünf-Sekunden-Strafe, Verstappen blieb aber vorne. Räikkönen aber hatte seine vierte Position an den von Rang neun gut nach vorne gekommenen Sebastian Vettel (Ferrari/6.) verloren, der es nach einer Safety-Car-Phase wegen Trümmerteilen auf der Fahrbahn mit dem Red-Bull-Youngster aufnahm. Ein völlig überambitioniertes Manöver des Deutschen in der Spoon-Kurve ging in die Hose. Er krachte seitlich in Verstappen und drehte sich heraus.

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Während Verstappen die Szene praktisch ohne Zeitverlust überstand und Dritter blieb, fiel Vettel auf den letzten Platz zurück und beschädigte sich den rechten Seitenkasten. Die FIA gab keinem der Streithähne die Schuld und sprach keine Strafe aus. Der Ferrari-Star startete die nächste Aufholjagd.

Als die erste und einzige Serie der Boxenstopps anstand, unterlief Ferrari erneut ein Taktik-Fauxpas. Die Strategen holten Räikkönen als ersten Toppiloten zum Reifenwechsel, was ihn ins Mittelfeld zurückfallen ließ, wo er viel Zeit im Verkehr verlor. So blieb Verstappen (trotz Strafe) nach seinem eigenen Stopp wenige Runden später vor ihm. So schob sich auch der von Startposition 15 aus nach vorne gefahrene Daniel Ricciardo (Red Bull/4.) zwischen den Teamkollegen und Räikkönen.

Verstappen versuchte sich in der Schlussphase vergeblich an einem Überholmanöver gegen Bottas. Ferrari ließ Räikkönen und Vettel bei 20 Sekunden Differenz nicht mehr die Plätze tauschen, um dem Deutschen im Titelkampf zwei WM-Punkte mehr zuzuschustern.

Viel Action bot auch das Mittelfeld, in dem sich Haas-Fahrer Romain Grosjean (7.) knapp vor den beiden Force-India-Piloten Sergio Perez (8.) und Esteban Ocon (9.) behauptete. Den letzten Punkt schnappte Carlos Sainz (Renault/10.) kurz vor dem Ende Pierre Gasly (Toro Rosso/11.) beim Heimspiel seines Antriebsherstellers Honda weg.

Kurios: Marcus Ericsson (12.) krachte seinem Sauber-Teamkollegen Charles Leclerc bei einem kuriosen Auffahrunfall ins Heck. Später verlor der Monegasse wegen eines technischen Defekts die Kontrolle über sein Auto und schied aus. Nico Hülkenberg (Renault) musste das Rennen nach 40 Runden ebenfalls mit Problemen an seinem Boliden aufgeben.

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