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Infantino boxt sein neuestes Riesenprojekt durch

WELT-Logo WELT 15.03.2019
© AP

Die europäischen Fußballvereine hatten sich bis zuletzt gewehrt, doch Fifa-Boss Gianni Infantino setzte die Reform der Klub-WM durch. Statt sieben sollen bald 24 Teams das Turnier austragen. Für die Spieler eine enorme Belastung.

Das Fifa-Council hat trotz der scharfen Proteste der Top-Vereine wie des FC Bayern und gegen die Stimmen seiner sieben europäischen Vertreter um DFB-Chef Reinhard Grindel eine vergrößerte Klub-WM für 2021 beschlossen. An der Weltmeisterschaft sollen 24 statt bislang sieben Teams teilnehmen.

"Das ist ein Meilenstein für die Fifa und ein Meilenstein für den weltweiten Klubfußball", sagte Fifa-Präsident Gianni Infantino. Die Klub-WM soll vom 17. Juni bis 4. Juli 2021 stattfinden und den bislang als WM-Test stattfindenden Confederations Cup ersetzen.

Der Ausrichter muss noch bestimmt werden. Wie bei dem ersetzten Confed-Cup auf den WM-Ausrichter ein Jahr später zu bauen, ist so gut wie unmöglich. Die Endrunde 2022 in Katar wurde extra in den Winter verlegt, weil in den Sommermonaten am Persischen Golf extreme Hitze herrscht.

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Belastungen für Spieler und Klubs

"Wir haben mit allen gesprochen. Mit den Ligen, Klubs, Spielern und Verbänden. Es gibt verschiedene Meinungen und Positionen. Ich werde das nicht anheizen", sagte Infantino. Europa bekam acht Starter zugesprochen, doch ob die Topteams des Kontinents dabei sein werden, ist noch längst nicht klar.

"Wir haben die Interessen der Spieler und Klubs vertreten, um eine zu große Belastung zu vermeiden. Es wäre besser, vor einer Klub-WM den internationalen Terminkalender anzupassen", sagte Grindel.

Ursprünglich wollte die Fifa sogar zwölf europäische Teams dabei haben. Nach Protesten aus der Europäischen Fußball-Union, die die Klub-WM als Konkurrenz zur Champions League sieht, sind nun acht Vertreter geplant. Im Streit um Geld und den Einfluss auf die internationalen Wettbewerbe hatte sich zuvor die Europäische Klub Vereinigung ECA gegen die Pläne von Infantino gestellt.

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