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Mourinho verzichtet auf Millionen, um frei zu sein

WELT-Logo WELT 11.01.2019
José Mourinho kassiert 16,6 Millionen Euro Abfindung von Manchester United © Getty Images/Dan Istitene José Mourinho kassiert 16,6 Millionen Euro Abfindung von Manchester United

Nach seiner Entlassung hat José Mourinho sich mit Manchester United auf eine Abfindung geeinigt – und eine erste Aussage zu seiner Zukunft gemacht. Inter, Real? Eine neue Aufgabe hat er bereits.

Gut drei Wochen sind seit José Mourinhos Entlassung bei Manchester United vergangen. Nachdem vergangene Woche auch Mourinhos erster Profiverein als Trainer, Benfica Lissabon, seinen Übungsleiter freistellte, waren Gerüchte über eine Rückkehr des Portugiesen zu Benfica aufgekommen.

"Wenn er morgen Ja sagt, ist er sofort hier. Geld ist für Benfica kein Problem", sagte Vereinspräsident Vieira. Doch Mourinho erteilte ihm jetzt eine öffentliche Absage. "Ich habe aktuell keinerlei Absicht, in Portugal zu arbeiten", sagte er Correio da Manhã TV.

Vertraglich ist Mourinho jedenfalls nicht mehr gebunden. Der Weg ist also frei, weil er frei ist. Wie englische Medien berichten, hat er sich mit Manchester United auf eine Abfindung über 16,6 Millionen Euro geeinigt und dabei offenbar auf 4,5 Millionen Euro verzichtet, um dafür sofort freigestellt werden zu können. "José kann jetzt wieder einen anderen Job annehmen, er ist aber nicht in Eile. Er ist sehr entspannt und würde auch bis zum Ende der Saison warten", sagte eine Quelle aus seinem Umfeld der "Daily Mail".

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Neuer Job führt Mourinho ins Fernsehen

Mourinho selbst will bezüglich seiner Entlassung nicht nachtreten: "Ich habe immer gelernt, dass man schweigt, wenn man einen Verein verlässt. Dann wäscht man keine dreckige Wäsche, kritisiert den Klub nicht öffentlich. Es ist dann ein abgeschlossenes Kapitel, so habe ich es immer gehandhabt."

Einen ersten neuen Job hat er bereits: Mourinho wird ab kommender Woche als internationaler TV-Experte für BeIn Sports auftreten. Los geht es am Donnerstag mit der Partie Katar gegen Saudi-Arabien beim Asien-Cup, danach wird er die Partie seines Ex-Klubs FC Chelsea beim FC Arsenal in der Premier League beobachten (Sa., 19. Januar, 18.30 Uhr, DAZN).

Indes wird über eine Rückkehr Mourinhos zu Inter Mailand oder Real Madrid spekuliert, wobei die Voraussetzungen hierbei sehr unterschiedlich sind. Inter verließ Mourinho 2010 mit dem Sieg der Champions League als Held, verbildlicht durch die Aufnahmen, in denen er in der Parkgarage weinend seinen Verteidiger Marco Materazzi umarmt. Bei Inter wird der Trainer respektiert und geliebt, der Klub hatte seit seinem Abgang auch keine großen Erfolge mehr.

"Eine Rückkehr ist eine große Ehre"

Ganz anders stellt sich Mourinhos Verhältnis zu Real Madrid dar. In der spanischen Hauptstadt hinterließ er viel verbrannte Erde, überwarf sich mit vielen Spielern, allen voran Iker Casillas. Auch sein Verhältnis zum aktuellen Real-Kapitän Sergio Ramos gilt als schlecht. Die großen Erfolge der vergangenen Jahre hatte Real zudem erst nach Mourinhos Amtszeit. Eine Rückkehr nach Madrid wäre zumindest kurios und ungewöhnlich, aber bei Real wächst nach einem bislang unbefriedigenden Saisonverlauf die Verzweiflung: Julen Lopetegui scheiterte an der Nachfolge von Zinédine Zidane schnell, auch unter Santiago Solari läuft es nicht besser.

So oder so sagt Mourinho: "Wenn man eingeladen wird, zu einem Klub zurückzukehren, ist das eine große Ehre. Das habe ich gespürt, als ich zu Chelsea zurückkam." Da holte er in einer zweiten Amtszeit 2015 noch einmal die englische Meisterschaft, doch auch dort war, wie in Manchester und Madrid, im dritten Jahr alles vorbei. Im Winter wurde er entlassen, kurz vor Weihnachten – bis auf einen Tag genau zum selben Zeitpunkt wie bei Manchester United.

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